2. Tag der AfrikanerInnen in Graz

Das Leben der AfrikanerInnen in Graz

Nach dem Erfolg des „Tages der AfrikanerInnen“ 2001 wurde dieses Projekt auch heuer durchgeführt.

Ziele der Veranstaltung waren, eine bessere Problemsicht für die Situation der AfrikanerInnen, Stärkung des Selbsthilfepotentials, Gewinnung kommunalpolitischer KooperationspartnerInnen, Entwicklung praktischer Lösungsansätze.

Die Zielguppe, AfrikanerInnen, MigrantInnen/Flüchtlinge/AsylwerberInnen und ÖsterreicherInnen, insbesondere MitarbeiterInnen von einschlägigen Vereinen und Organisationen aus den Bereichen Soziales, Bildung und Politik. Am Studientag selbst nahmen ca. 80 Personen teil.

Nach einem Einleitungsreferat durch den afrikanischen Theologen, Prof. Dr. Chibueze Udeani, und der Vorstellung der Arbeitsgruppen durch AfrikanerInnen wurde in 3 Themengruppen zu verschiedenen Problemstellungen, nämlich “Gesundheit und Familie“, „Bildung und Arbeit“ und “Selbstorganisation der AfrikanerInnen“, gearbeitet, deren Ergebnisse in einer abschließenden Podiumsdiskussion präsentiert und kommentiert wurden.

Durch die gebotene, landeskundliche Information zum besseren Verständnis der Situation von AfrikanerInnen in Graz wurde auch der Zusammenhang mit typischen Gegebenheiten und Problembereichen in den Ländern des Südens hergestellt.

Die Veranstaltung schloß mit einem Buffet und Musik, um noch die Gelegenheit zu weiteren informellen Gesprächen und Kontakten und gegenseitigem Kennenlernen zu bieten.

Der Studientag wurde vom Friedensbüro gemeinsam mit dem Verein ISOP und Grazer AfrikanerInnen in Zusammenarbeit mit dem Afro-Asiatischen Institut, Caritas, Danaida, Megaphon, Omega, Verein Südwind, ZEBRA organisiert.

 

Aktivitäten nach dem AfrikanerInnentag

Am 10.6. traf sich eine kleine Gruppe von Interessierten, um die Nacharbeit des Tages zu besprechen. Als Ergebnis installierten wir 4 Arbeitsgruppen, die verschiedene Vorschläge des Tages aufgreifen und realisieren sollen.

Die Arbeitsgruppe „Afrikanische Tagesmütter“ ist bereits zu einem Projekt des Vereins Peripherie gemeinsam mit dem Verein für Tagesmütter geworden. Dieses Projekt will die Voraussetzungen schaffen, daß einerseits afrikanische Frauen Tagesmütter werden können, andererseits dafür sorgen, daß afrikanischen Kindern die Tagesmütterbetreuung besser zugänglich wird.

Die Arbeitsgruppe „Bildungsberatung“ hat bereits für den Herbst eine große Informationsveranstaltung für afrikanische Eltern und SchülerInnen geplant und wird Ende August mit der Einladung beginnen.

Auch wird am So., 22. Sept., um ca. 16.00 Uhr ein „afrikanisches Forum“ eingerufen, um eine afrikanische Liste für die Ausländerbeiratswahl festzulegen, um eine bessere Vertretung der eigenen Interessen zu gewährleisten. Weiters wird die Rolle und Funktionsweise des afrikanischen Dachverbandes vorgestellt werden, der auch gemeinsame öffentliche Aktionen ermöglichen soll. Und schließlich wird an diesem Tag die Teilnahme an verschiedenen konkreten Projekten besprochen.

Ich denke, daß diese Aktivitäten zeigen, daß das Projektziel des Tages der AfrikanerInnen in Graz, nämlich eine Verbesserung der Lebenssituation von AfrikanerInnen in unserer Stadt, nachhaltig verfolgen.

Nochmals herzlichen Dank an alle, die zu dem erfolgreichen Gelingen dieses Tages beigetragen haben.