Friedensgedanke 5.1.2015

zum ersten weltkrieg hat mir mein großvater, als wir auf der wiese saßen, gesagt:
– du mußt dem mann das bajonett knapp unter dem brustbein hineinhauen. dann gehst etwas in die knie und wirfst ihn über die schulter.
– und dann?
– dann den nächsten.
derselbe großvater ist dann im jahre 1941 den kalvarienberg hinaufgepilgert, auf knien, und hat gott um frieden angefleht.
er hat eine sonntagshose ruiniert und zwei kniescheiben freigelegt, und der rest nahm seinen lauf.
und nachher war er im lager, aber nicht als wache.

Mathias Grilj, Schriftsteller

Friedensgedanke 29.12.2014

Beim Lesen des Buches „Die Waffen nieder“ überkam mich erst das Gefühl, dass unsere Einstellung zu Krieg sich in Europa  erfreulicher Weise in den vergangenen 100 Jahren deutlich geändert hat. Krieg ist nicht mehr das erste Mittel der Wahl in Konflikten, wird von Regierenden nicht mehr als einfache Ablenkung bei innenpolitischen Spannungen oder Mittel zur Hebung nationalen „Moral“ gesehen wie im 19. Jahrhundert. Doch blickt man in andere Gegenden der Welt, oder leider auch nur ein wenig außerhalb unserer Europäischen Union, dann wird schnell deutlich, wie kostbar, aber auch zerbrechlich diese in den letzten Jahrzehnten entstandene Einstellung zu Krieg und Frieden ist. Es liegt an uns, sie zu behüten und zu verbreiten!

Mag.a Alexandra Marak-Fischer, Gemeinderätin

Friedensgedanke 15.12.2014

Es gibt keine Alternative zum Frieden. Er muss mit allen Mitteln verteidigt werden.

Zu Ende gedacht, ist wohl nichts zugleich einfacher und schwieriger.

Dr.in Claudia Unger, Afro-Asiatisches Institut Graz

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