Friedenszitate


Bertha von Suttner - Friedensgedanken

Bis Ende 2018 begleitet als positiver Kontrapunkt jede Woche ein Friedensgedanke der Grazer Bevölkerung auf der Homepage der Stadt Graz die Zeit des Gedenkens an den 1. Weltkrieg.

Schalom Ben-Chorin, 1913 - 1999

Wer Frieden sucht

wird den anderen suchen

wird Zuhören lernen

wird das Vergeben üben

wird das Verdammen aufgeben

wird vorgefasste Meinungen zurücklassen

wird das Wagnis eingehen

wird an die Änderung des Menschen glauben

wird Hoffnung wecken

wird dem anderen entgegenkommen

wird zu seiner eigenen Schuld stehen

wird geduldig dranbleiben

wird selber vom Frieden Gottes leben -

Suchen wir den Frieden?

 


6.2.2017, Vilja Neuwirth, Kunstschaffende

30.1.2017, Sabine Hernler, Pädagogin

Die Hoffnung geht barfuss durch die Welt. Sie ist schon angekommen, wenn wir gerade aufbrechen.

Wir müssen ihr entgegen gehen, und sie stützen, damit sie nicht zusammenbricht.

Wir müssen immer wieder ihre wunden Füsse heilen. Wohin sie auch geht, sie kehrt zum Ende zurück, das wir für den Anfang hielten.

Franz Hodjak

23.1.2017, Mag.a Elisabeth Zurl-Zotter, Friedensbüro Graz

"Das Werk der Gerechtigkeit wird der Friede sein"-Jes32,17

16.1.2017, Ing. Mag. Wolfgang Konrad, Vorstand IRIS - Gesellschaft für Konfliktkultur & Mediation

"Kooperation erweitert den möglichen Lösungsraum.
Für vernünftige Ergebnisse muss man Interessen, nicht die Positionen, in Einklang bringen."

9.1.2017, Mag. Dr. Angelika Konrad, Vorstand IRIS - Gesellschaft für Konfliktkultur & Mediation

Ein gutes Ende braucht einen guten Anfang.

Dazu braucht es Dialog, Wertschätzung, Respekt und Wollen.

22.12.2016, Mag.Dr.theol. Heinrich Alois Schnuderl, Stadtpfarrpropst, Prälat

 

Die Weihnachtsbotschaft vom „Frieden den Menschen auf Erden“ ist verbunden mit der Hoffnung auf Gerechtigkeit und unserer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung.

Die christlichen Kirchen haben sich in der Charta Ökumenica nach der dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung vor 20 Jahren in Graz dazu bekannt.

„Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ bedingen sich gegenseitig und sind nicht getrennt voneinander zu gewinnen.

©Marija Kanizaj
©shutterstock.com

12.12.2016, Dipl.Ing. Helmut Strobl, Stadtrat a.D., Mitbegründer des Friedensbüros

 

 

 

 

 

 

"MAKE LOVE

  NOT WAR!"

5.12.2016, Anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises an Bob Dylan

 

BLOWIN' IN THE WIND

How many roads must a man walk down

Before you call him a man?

How many seas must the white dove sail

Before she sleeps in the sand?

 

Yes, and how many times must the cannonballs fly

Before they are forever banned?

The answer, my friend, is blowin' in the wind

The answer is blowin' in the wind

 

Yes, and how many years can a mountain exist

Before it is washed to the sea?

Yes, and how many years can some people exist

Before they're allowed to be free?

 

Yes, and how many times can a man turn his head

And pretend that he just doesn't see?

The answer, my friend, is blowin' in the wind

The answer is blowin' in the wind

 

Yes, and how many times must a man look up

Before he can see the sky?

Yes, and how many ears must one man have

Before he can hear people cry?

 

Yes, and how many deaths will it take 'til he knows

That too many people have died?

The answer, my friend, is blowin' in the wind

The answer is blowin' in the wind

28.11.2016, DI Wolf Vetter

"Wie man den Krieg führt weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch. Ihr habt stehende Heere für den Krieg, die jährlich viele Milliarden kosten. Wo habt ihr eure stehenden Heere für den Frieden, die keinen einzigen Para kosten, sondern Millionen einbringen würden?"

Karl May, Ardistan und Dschinnistan

21.11.2016, Irene Windisch, Vorsitzende des Grazer Frauenrats

"Der Friede ist zu wichtig, um ihn den Männern allein zu überlassen."

Johanna Dohnal

14.11.2016, Dariush

"Rache ist bitter, Versöhnung ist süß."

Persisches Sprichwort

7.11.2016, Elisabeth Zurl-Zotter

"Um Frieden zu schaffen, braucht es mehr Mut, als um Krieg zu führen"

Papst Franziskus

31.10.2016, Angelika Konrad, Grazer Verein IRIS Gesellschaft für Konfliktkultur & Mediation

Ich bin die Tochter von Thaumas, einem Titanen, und von Elektra, einer Okeanidin. Verheiratet bin ich mit dem Westwind Zephyros.

Vom Olymp eile ich herab, goldgeflügelt, in bunt farbenem Gewande und mit Heroldstab. Ich bin schnell wie der Wind und reise auch in die Tiefe des Meeres. Der Regenbogen kennzeichnet meinen Weg. Als Botin überbringe ich den Menschen die Befehle und Botschaften der olympischen Götter Zeus und Hera.

Mein Name? Mein Name ist IRIS.

Heute erweckt man mich zu neuem Leben, ich erstrahle in meinen leuchtenden Farben des Regenbogens. Man ruft mich wieder als Beraterin, als Vermittlerin, als Streitschlichterin. In schwierigen Situationen stehe ich den Menschen zur Seite. Ich zeichne sie aus für ihre konstruktive Auseinandersetzung mit Konflikte.

IRIS beflügelt - Konfliktkultur lohnt sich!

24.10.2016, Irmi Andiel

"Nur wenn wit teilen, haben wir den Frieden auf der Welt. Den Frieden lernen, das ist nichts weiter als teilen lernen."

Hermann Gmeiner, SOS-Kinderdorf-Gründer

17.10.2016, Helga-Maria Skudlik, Logotherapeutin

 

LEBENSINHALT

 

manchen genügt es schon

 

ein vorzügliches Essen einzunehmen

elegante Kleidung zu tragen

einen schmissigen Wagen zu fahren

oder ein kleines Imperium zu führen

 

anderen erst

 

mit ihrer leidenschaftlichen Zuwendungen

mit ihren niedergekämpften Verzweiflungen

Leiden und Erschütterungen

eine Welt zu erlösen

 

auf welcher Zwischenstufe stehen wir?

auf welchen Wegen suchen wir nach Sinn?

10.10.2016

Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830-1916),österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

In der letzten Woche verstarb unser Vorstandsmitglied Stadtrat a.D. Dipl Ing. Klaus Gartler. Er hinterlässt eine große Lücke, setzte er sich doch in unserer Stadt vorbildhaft für Menschenrechte ein. Klaus Gartler engagierte sich im Friedensbüro, im Menschenrechtsbeirat und in der Liga für Menschenrechte. Seine durchdachten Beiträge waren immer ein Gewinn, seine menschenfreundliche Art eine Unterstützung. Wir sind sehr traurig.

Barbara Kasper

26.9.2016, Elke Summer, Friedensbüro Graz

"Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden."

Jimmy Hendrix

19.9.2016, Stimmen zu Asli Erdogan:(Quelle Unionsverlag)

»Asli Erdogan ist eine außergewöhnlich feinfühlige und scharfsichtige Autorin, ihre Romane sind vollendete Werke.«
Orhan Pamuk

»Asli Erdogan ist Weltbürgerin, eine junge Frau mit akademischen Hintergrund, die sich in kein traditionelles Moralkorsett mehr eingebunden fühlt. Endlich einmal wird gezeigt, dass türkische Frauen mit der gleichen Selbstverständlichkeit studieren, lesen, schreiben und in alle vier Weltgegenden reisen wie andere Frauen auch.«
Monika Carbe, Neue Zürcher Zeitung

 

»Asli Erdogan zählt unbestritten zu den spannendsten Stimmen der jungen türkischen Literatur.«
Karin E. Yesilada, Westdeutscher Rundfunk, Köln

 

»Asli Erdogan ist eine unbequeme Dichterin, zu Hause wegen ihrer unkonventionellen Ansichten vom wichtigsten Blatt am Bosporus ›Hürriyet‹ auf Titelseiten diffamiert, kürt sie die französische Literaturzeitschrift ›Lire‹ zu einer der fünfzig wichtigsten Schriftstellerinnen der Zukunft.«
Jochanan Shelliem, Norddeutscher Rundfunk, Hannover

 

»Asli Erdogan ist eine Ingenieurin der menschlichen Seele.«
Emin Karaca

12.9.2016

Die aufgrund ihrer Artikel in der Zeitung Özgür Gündem und ihrer Verbindungen zu der Zeitung verhaftete Aslı Erdoğan gehört zu den bedeutendsten Literaten der Welt.
Wir, die Unterzeichnenden, fordern die sofortige Freilassung Aslı Erdoğans, die ihre ganze Hoffnung darauf setzt, in einem besseren, demokratischen und zivilisierten Land zu leben, und zu diesem Zweck Ideen entwickelt und Texte schreibt und die türkische Literatur in fast jedem Land der Welt bekannt macht.
 

Aslı Erdoğan war 2012/13 „Writer in exile“ in Graz. Bürgermeister Nagl war einer der ersten, der gegen die Inhaftierung von  Aslı Erdoğan protestiert hat. Die Petition ihrer SchriftstellerkollegInnen ist eine Möglichkeit, sich diesem Protest anzuschließen.

 

https://www.change.org/p/asl%C4%B1-erdo%C4%9Fan-derhal-serbest-b%C4%B1rak%C4%B1ls%C4%B1n-free-asli-erdogan?recruiter=134683975&utm_source=petitions_show_components_action_panel_wrapper&utm_medium=copylink

5.9.2016, Jasmin Stadler (FS Grabenstraße)

"Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach lächelt."

29.8.2016, Sarah Wagner, (FS Grabenstraße)

"ich kenn das nicht.

das kenn das nicht.

noch nicht.

nicht

irgendwann

kenn ich das auch."

(Sonja Harter)

22.8.2016, Jovana Todorovic (FS Grabenstraße)

"Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg"

Mahatma Ghandi

16.8.2016, Lisa Schlegl (FS Grabenstraße)

"Frieden ist die Basis für ein glückliches Zusammenleben"

8.8.2016, Hagar Badawi (FS Grabenstraße)

"Regen beginnt mit Tropfen, Krieg mit Geld"

Vom Frieden im Herzen erfüllt.

Vom Frieden geleitet und geliebt.

Von Menschen belogen und betrogen.

Von Menschen gehasst und umgebracht.

Zeige den Menschen deinen inneren Frieden, dann wirst du von Menschen geliebt, die du liebst.

 

1.08.2016, Klesa Vathi (FS Grabenstraße)

„Ohne Frieden mit uns selbst, gibt es auch keinen Frieden mit anderen.“
„Um in einer friedvollen Welt zu leben, musst du die anderen so behandeln wie
du behandelt werden möchtest.“
„Frieden ist nicht nur ein Begriff, sondern eine Lebensweise.“
„Frieden ist überall. Auch in den vier eigenen Wänden, am Arbeitsplatz usw.“

25.07.2016, Selina Titz (FS Grabenstraße)

„Es ist besser, Frieden zu halten, als ihn herzustellen.“
„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.“
„Frieden kann nicht durch Gewalt erhalten werden. Er kann nur durch
Verständnis erreicht werden .“

18.07.2016 Katharina Aichhorn (FS Grabenstraße)

„Man sollte in Frieden leben, nur dann kann man glücklich sein.“

11.07.2016, Start Friedenszitate FS Grabenstraße

Wie im letzten Jahr, bringen wir auch in diesen Sommerferien Friedenszitate von Schülerinnen und Schülern. Heuer kommen die Zitate von der FS Grabenstraße. Unser Dank geht an die engagierte Kollegin und die TeilnehmerInnen.

Die FS Grabenstraße hat sich zum Ziel gesetzt, dass sie die Vielfalt an Leistungsniveaus, an Religionen und Kulturen aufnimmt und den SchülerInnen jene Unterstützung anbietet, die sie brauchen. Oft brauchen sie aber auch nur ein bisschen mehr Zeit.

Wir haben als Leitsatz: "Stärken stärken und Schwächen schwächen."

Unsere Erfahrung mir SchülerInnen unterschiedlicher Leistungsniveaus zeigt, dass eine positive Leistung z.B. in praktischen Gegenständen sich positiv auf andere Gegenstände auswirkt. Unsere Erfahrung unterschiedlicher Kulturen zeigt, dass Vielfalt eine Bereicherung ist. So entstand mit dieser Klasse ein Buch mit dem Titel:"Wir sind Weltbürger"- darin beschreibt jede/r SchülerIn sein/ihr Leben.

Mag.a Roswitha Gschweitl

4.07.2016 Zum Ende des Ramadan

"Eine gute Tat ist die, die auf dem Antlitz des anderen ein  Lächeln erscheinen lässt."

Mohammed (570-632)arabisch: Der Gepriesene

Arabischer Begründer des Islam

27.06.2016

Einladung zur Gedenkfeier Bertha von Suttners am 1.7.2016

20.06.2016, Gedenken an die Amokfahrt von Graz

Am 20.6. jährt sich die Amokfahrt von Graz, bei der drei Menschen getötet und 36 weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Bei der Gedenkfeier am Hauptplatz hielt Claudia Unger folgende Rede.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich begrüße Sie hier auf dem Hauptplatz mitten im Zentrum unserer Stadt. Mein Name ist Claudia Unger, ich arbeite im das Afro-Asiatische Institut, einem von vielen Orten in Graz, wo das Zusammenleben in Vielfalt und Respekt gelingt.

Wir stehen heute traurig hier, fassungslos über die Tat eines Menschen und zutiefst erschüttert über den Tod von Menschen und so viele körperlich und seelisch Verletzte.

Nach der Tragödie, die unvermutet hereingebrochen ist über uns in unserer Stadt, ist es gut, dass wir gemeinsam hier sind.

Wir sind wohl auf verschiedene Weise betroffen - unmittelbar, schockiert, mitfühlend - alle jedoch im Bedürfnis, diese Zeit irgendwie miteinander zu teilen.

Vertreter und VertreterInnen der Republik Österreich, des Landes Steiermark und der Stadt Graz, der Religionsgemeinschaften und wir alle sind hier.

Bis jetzt war es für die meisten von uns eine abstrakte Vorstellung, was eine erschütterte, eine trauernde Stadt sein soll. Jetzt ist es unsere Stadt. Und mit ihr sind es wir.

Der Weg, den wir gerade zurückgelegt haben, war nicht leicht zu gehen, und er wird uns lange daran gemahnen, was hier passiert ist. Ihn gemeinsam zu gehen, ist wenngleich nicht leicht, so hoffentlich doch leichter gewesen.

Viele Worte scheinen in diesen Tagen unverzichtbar, vieles ist trotzdem nicht in Worte zu fassen. Man wird manchmal sprachlos vor dem Schmerz, den manche auszuhalten haben.

Heute aber ist unser Schweigen nicht stumm, im Schweigen sind wir heute nicht einsam oder fremd nebeneinander. Im Gegenteil.

Eine Tragödie darf nie das letzte Wort bekommen. Auch wenn es schwer und für jene, die ihre Liebsten verloren haben, unmöglich scheint: Man muss es ihr abringen. Die Menschen, die ihr zum Opfer gefallen sind, getötet oder verletzt an Körper und Seele, sollen nicht nur bei ihrer Liebsten aufgehoben bleiben, sondern auch in unserem Bewusstsein als Grazerinnen und Grazer. Das schulden wir unserem Graz, in dem das gute Zusammenleben ein großes Anliegen ist.

Heute stehen wir mit dem Gefühl der Machtlosigkeit hier, weil wir nichts mehr ändern können an dem, was passiert ist.

Aber es steht in unserer Macht, doch etwas ändern, weil das Schreckliche auch immer die Sehnsucht nach dem Guten stärkt.

Bewahren wir uns das Bedürfnis, einander näher zu sein. Stehen wir ein für eine gute Kultur des Zusammenlebens. Stehen wir auf gegen alles, was ein friedliches und respektvolles Leben in Graz bedroht. Stellen wir uns vor Schwache und hinter gute Ideen. Seien wir kritisch und lösen wir Probleme sachlich. Und sobald es wieder geht: Fürchten wir uns nicht.

Für heute reicht, dass wir nicht einfach wieder auseinandergehen. Bleiben wir zusammen.

13.6.2016, Jody Williams, Friedensnobelpreisträgerin 1997

Um eine Kultur des nachhaltigen Friedens zu schaffen, ist es wichtig, das wir bereits Schulkinder mit Konfliktlösungsmöglichkeiten vertraut machen und uns alle für die Ächtung von Kriegen einsetzen

6.6.2016, Leyman Gbwee, Friedensnobelpreisträgerin 2011

It´s time for woman to stop being politely angry.

30.5.2016, Rigoberta Menchú, Friedensnobelpreisträgerin 1992, Menschenrechtsaktivistin; in dieser Woche beim Kongress "Woman for Peace" in Graz zu Gast

Eine Person ändert nichts.

Die Tradition der Mayas besagt- ein Führer alleine erreicht nicht sehr viel. Es sind Völker, Kommunen und Gruppen, die an der Entwicklung ihrer Völker arbeiten.

23.5.2016, Papst Franziskus in seinem Schreiben Amors Laetitia

Ohne die Aufmerksamkeit für die Realität kann man weder die Notwendigkeit der Gegenwart noch den Ruf des Heiligen Geistes verstehen.

9.5.2016, Franz Sölkner, Friedensaktivist

Nichts Besseres weiß ich mir am Sonn- und Feiertagen

Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,

Wenn hinten, weit, in der Türkei,

Die Völker aufeinander schlagen.

Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus

Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;

Dann kehrt man abends froh nach Haus,

Und segnet Fried und Friedenszeiten.

 

Aus des Bürgers Osterspaziergang in J.E., Faust , Kap.5

2.5.2016, Horst Schachner, Vorsitzender des ÖGB Steiermark

Vor hundert Jahren hat in Europa ein schrecklicher Krieg getobt. Im Vergleich dazu geht es den meisten Menschen in Europa heute eindeutig besser.

Aber gerade als Gewerkschafter weiß ich, dass auch im Jahr 2016 sehr viele Menschen nicht in Frieden leben dürfen oder Not leiden müssen oder kriegerische Auseinandersetzungen miterleben müssen. Daher bin ich für jede Anstrengung dankbar, die für ein friedvolles und solidarisches Zusammenleben eintritt.

25.4.2016, Mag.a Dr.in Elke Lujansky-Lammer, Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalanwältin für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt Steiermark

"Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist nicht natürlich. Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist auch nicht natürlich. Wir haben deshalb dieses Verhältnis zu gestalten."

Gertrud Aström

18.4.2016, Mag.a Dr.in Elke Lujansky-Lammer, Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalanwältin für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt Steiermark

"Jeder Mensch muss ohne Angst verschieden sein können."

T. Adorno

"Nicht der Unterschied ist das Problem. Das Problem ist die Dominanz, die sich zu ihrer Rechtfertigung auf konstruierte Unterschiede beruft."

Gerda Lerner

 

 

11.4.2016, Edwin Benko Psychotherapeut, Fachlicher Leiter des Kriseninterventionsteams Land Steiermark

"Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden"

Rosa Luxenburg

4.4.2016, Mag.Christian Ehetreiber, GF-Obmann der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus, Mitglied des Grazer Menschenrechtsbeirates

Frieden, Gewaltfreiheit und sozialer Zusammenhalt fallen nicht vom Himmel!

Friedliches, gewaltfreies und solidarisches Handeln im Umgang mit den Mitmenschen fallen nicht vom sprichwörtlichen Himmel. Es wissen zwar die meisten Menschen, dass Frieden, Gewaltfreiheit und Solidarität die besseren Werte sind als ihr jeweiliges Gegenteil. Oft jedoch fehlt es am sprichwörtlichen Können, an Kompetenzen oder am Mut, um das implizite Wissen zur verantwortungsvollen Tat oder Aktion werden zu lassen. "Ich sage lieber nichts," heißt es dann, wenn die Arbeitskollegin am Arbeitsplatz gemobbt wird und man selber wegschaut. "Ich vergrabe mich lieber hinter meiner Zeitung in der Straßenbahn", wenn ein Migrant rassistisch angepöbelt wird. "Sollen doch die anderen den Armen helfen, mir schenkt ja auch keiner etwas", tönt es im Brustton der vermeintlichen Lässigkeit. Kurzum: Viele Menschen überlegen, was alles passieren kann, wenn man etwas tut für Frieden, Fairness, Solidarität und Gewaltfreiheit. Sie überlegen jedoch kaum, was alles passiert, wenn sie nichts sagen oder tun gegen Unrecht, Leid und Elend. Demokratie scheiterte jedoch schon öfter, weil keiner etwas gesagt oder getan hat, wenn Unrecht epidemische Verbreitung fand.

 

Unser Diversity-Projekt "Wir sind Graz 2.0" (gefördert vom Ressort für Bildung und Integration der Menschenrechtsstadt Graz) bietet viele Lernräume und Gelegenheiten, um ein friedliches und schönes Zusammenleben in sozio-kultureller Vielfalt von Kindesbeinen an einzuüben. Interkulturelle und interreligiöse Stadtrundgänge gehören ebenso dazu wie das Erzählen von Märchen aus aller Welt. Bei der "Weltreise in Graz" tauschen die Kinder für einige Tage die Klassen mit den Partnerschulen und widmen sich in spielerisch-kreativer Form dem sozialen Lernen. LehrerInnen, Eltern und die ReferentInnen der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus setzen ihr Engagement bei der Stärkung der gesamten Schulpartnerschaft an und arbeiten schulübergreifend als Netzwerk mit aktuell 14 Grazer Volksschulen zusammen. Das gesamte Netzwerk ist überzeugt, dass ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt und auf Basis von Menschenrechten, Demokratie und Respekt vor jedem Menschen nur gelingen kann, wenn wir diese Ziele gemeinsam als wichtig erkennen und sie mit Leben füllen: von Kindesbeinen an!

Link zum Projekt "Wir sind Graz 2.0"

http://www.argejugend.at/projekte/wir-sind-graz/

21.3.2016., Prof.Mag.Ernst-Christian Gerhold, Eveng. Superintendent in Ruhe, Ehrenringträger der Stadt Graz

Gute Werke sind des Glaubens Siegel und Probe, denn gleich wie die Briefe ein Siegel haben müssen, damit sie bekräftigt werden, also muss der Glaube auch gute Werke haben.

Martin Luther

14.3.2016, Silvana Rabitsch, Sprecherin des 8.März Komitees

Frauenrechte sind Menschenrechte!

Zentrale Forderung des 8.März Komitees Graz 2016

Frauenarmut verhindern & beseitigen!

  • Arbeit, von der Frau gut leben kann!
  • Flächendeckende Betreuungs- und Beratungseinrichtungen für finanziell schwächere Frauen!
  • Es reicht für alle, fair teilen statt kürzen der Mindestsicherung!
  • Bessere finanzielle Absicherung von Mädchen- und Fraueneinrichtungen!
  • Gelebte Gleichbehandlung und Frauenförderung in allen Bereichen!
  • Mehr Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen - her mit einer 50% - Männerquote!
  • Individuelle Unterstützung für alleinerziehende Frauen!
  • Finanzielle Neubewertung von typischen Frauenberufen!
  • Kindererziehung, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sind nicht alleine Frauensache!
  • Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben muss möglich sein!
  • Gleicher Zugang und Versorgung mit Wohnraum, Infrastruktur und Mobilität!
  • Keine sexistische Werbung und Darstellung in den Medien!
  • Kostenlose Verhütungsmitteln und flächendendeckende Beratung bei Schwangerschaftsabbruch, für finanziell schwächere Frauen kostenloser Schwangerschaftsabbruch!
  • Weg mit Mehrfachdiskriminierungen- her mit Anerkennung von Verschiedenheiten!
  • Barrierefreiheit - Frauen mit Behinderungen wollen mitmischen!
  • Menschen jeden Alters sollen mitgestalten!
  • Teilhabe - Migrantinnen reden und bestimmen mit!
  • Solidarität mit und finanzielle Unterstützung für Flüchtlinge!
  • Keine Militärgüter und Waffenexporte von Österreich in die Länder die Menschenrechte mißachten!

7.3.2016, Dr.in Grete Schurz, 1. Unabhängige Frauenbeauftragte in Graz (und Österreich), Psychologin

Lysistrata, die Kluge, bewirkte im 5.Jahrhundert vor Chr. mit den Frauen der Krieger von Sparta und Athen die entscheidende Waffenniederlegung:

„Gibt es Krieg, gibt es keine Liebe“.

So jedenfalls schrieb es Aristophanes in seiner Komödie „Lysistrate“.Dass das Motto „Make Love Not War“endlich in der Realität landet, der Wunsch aller Friedensfrauen und deren Partner gestern, heute und morgen. Aber heute heißt leider das Motto: „Schert euch zum Teufel , ihr machtgeilen Kriegshetzer. Ihr bringt nur Unheil über die Erde.“

29.2.2016, Mag.a Daniela Grabovac, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark

Man nehme gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung und Höflichkeit und rufe sich Aristoteles weise Worte in Erinnerung:

"Gleichheit ist die Seele der Freundschaft!"

sodass ein friedvolles Zusammenleben gelingen kann.

22.2.2016, Fotografie (Tel Aviv), eingereicht von

Mag.a Vilja Neuwirth, Kunstschaffende

15.2.2016 Inge Brenner, Buddhistische Gemeinde Steiermark

Die Übung der Geduld ist nicht allein Sache der Religion.

Geduld heißt nicht, alle Ungerechtigkeiten einfach hinzunehmen.

Geduld bedeutet, mit einer Haltung von Verständnis, Mitgefühl und innere Ruhe effektive Mittel gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit anzuwenden.

DALAI LAMA

8.2.2016 Ruth Seipel, Obfrau des Vereins Mentorus, Trägerin des Menschenrechtspreises der Stadt Graz 2016

Das Rezept für ein friedvolles Zusammenleben:

Als Grundlage für ein friedvolles Miteinander nimmst du die Akzeptanz Deiner selbst, gibts Wertschätzung und Offenheit dazu, würzt es mit Empathie und servierst es dann aus deinem Herzen kommend mit Respekt.

Dieses Rezept wird Dir und anderen munden!

1.2.2016 Karl Gottfried Ritter von Leitner, Grazer Dichter, 1800 - 1890

Dieses Gedicht wurde in einer Vertonung von Anselm Hüttenbrenner anlässlich eines Konzertes im Grazer Konservatorium am 24.1.2016 von Univ.Prof.Mag.art.Dr.phil. Ulf Bästlein ( Kunstuniversität Graz) vorgetragen.

Die Gabe des Friedens

Woher ist diese Stille.

der Frieden wundersam,

der nun in reicher Fülle

in meine Seele kam?

Die Welt kann ihn nicht geben,

ich hab ihn aufgesucht

in ihr durchs ganze Leben

und ach!doch ohne Frucht.

Sie ahnt gar nicht hienieden

gehetzt durch Qual und Lust,

welch tiefer Engelreinen

hat Raum in Menschenbrust.

Sie langt mit allen Sinnen

nach außen im Genuss

doch jener ist nur innen

ein leiser Gotteskuss.

25.1.2016 Marie-Luise Haas, Musiklehrerin, Johann-Joseph-Fux Konservatorium

 

Auszug aus einem  Interview von Daniel Barenboim mit der FAZ am 21.1.2016

 

.......ich hatte den Eindruck, dass Sie zumindest seit zwölf Jahren, seit der Gründung Ihres West-Eastern-Divan-Orchestra, beweisen wollten, dass gemeinsames Musizieren die Menschen friedfertiger stimmen kann.

Ja, das hat ja schon Franz Liszt gesagt. Liszt erwartete von den jungen Leuten, die zu ihm kamen, dass sie durch das Studium der Musik zu besseren Menschen würden. Sie sollten nicht nur Klavier spielen, sie sollten denken lernen und sich vervollkommnen in ihrem Mensch-Sein. Das ist das Ideal. Wir sollten alle danach streben, das zu erreichen. Ob es gelingt oder nicht, ist eine individuelle Frage.

Ich frage Sie!

Mich? Ich wäre wahrscheinlich ein viel schlimmerer Mensch, wenn ich nicht zufällig Musiker wäre! Aber im Ernst, ich glaube fest daran, dass es so ist: dass es einen Zusammenhang geben muss zwischen dem Musizieren und der Menschlichkeit. Wenn ich eine Formel wüsste, wie das genau funktioniert, dann wäre ich glücklich, und sicher wäre ich auch irgendwann Millionär. Ich werde also nicht aufhören, danach zu suchen.

BERTHA VON SUTTNER (1843-1914) Friedensnobelpreis 1905 

Rache und immer wieder Rache!

Keinem vernüftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecke mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden.

11.1.2016 Beirat des Friedensbüros

"Ohne Verteilungsgerechtigkeit kein Frieden."

Franz Küberl, Caritas-Direktor - Gedanken zum Frieden

 

„Fürchtet Euch nicht!“ ruft der Weihnachtsengel den Menschen zuerst zu. Erst muss er die Angst vertreiben. Dann erst kann er die Friedensbotschaft überbringen, Gottes Geheimnis dieser Heiligen Nacht: „Friede auf Erden den Menschen, die er liebt!“

Frieden kann sich nur einstellen, wenn die Menschen nicht in Angst leben. Erstaunlicherweise gilt das auch für jene Machthaber, die Kriege beginnen und somit Angst säen. Denn auch sie handeln aus Furcht, analysiert der in Athen wirkende Historiker und Denker Thukydides. Furcht, Ehrgeiz und Eigensucht nennt Thukydides schon im 5. Jahrhundert vor Christus als die drei Motive, aus denen das menschliche Machtstreben gespeist ist, das die Mächtigen immer wieder dazu treibt, Kriege zu beginnen. Furcht also ist und war immer allgegenwärtig: oben, an der Spitze der Gesellschaft, ebenso wie in ihrer Mitte, und vor allem an den Rändern.

Der Friedensengel richtet seine Botschaft zuerst an die, die am Rand der Gesellschaft stehen. Vor 2000 Jahren waren das die Hirten. Sie waren gering geachtet, lebten selbst außerhalb der Gemeinschaft – in Armut und in Angst. Die Gesellschaft ihrerseits lebte in Angst vor denen, die sie ausschloss, die immer ein bisschen fremd waren und vielleicht auch bleiben sollten.

Auch heute erleben wir, dass uns Fremdheit und Armut Angst machen können. Die Flüchtlingskrise zeigt uns das ganz deutlich. Ängste in der Gesellschaft äußern sich auf vielfältige Weise: In Ablehnung, in wütenden Kommentaren, darin, dass bösartige Gerüchte gestreut werden, darin, dass HelferInnen diffamiert werden, darin, dass die so genannten „eigenen Armen“ gegen die „von außen hereindrängende Armut“ ausgespielt werden. So gefährden Angst und Armut den sozialen Frieden, auch in unserer Stadt.

Andererseits erleben wir, dass gegen diese Ängste gearbeitet werden kann. Viele Menschen engagieren sich, helfen und unterstützen. Hilfe leisten heißt dann auch, das Gesicht in der Masse sehen. In den Tausenden das einzelne Schicksal wahrnehmen.  Wenn das geschieht, wird das Fremde vertraut. Tausende Freiwillige tun das seit Wochen in ganz Österreich, und fast 1500 für die Caritas hier in Graz. Sie helfen der Caritas, den jesuanischen Auftrag heute zu erfüllen, der seit 2000 Jahren derselbe ist, nämlich die Werke der Barmherzigkeit in die Tat umzusetzen: Hungrigen zu Essen eben, Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen, Durstigen zu Trinken geben, Fremde und Obdachlose aufnehmen.

Der Friedensengel formuliert mit seinem beruhigenden Wort „Fürchtet Euch nicht!“ auch einen Aufruf, sich von der Furcht, die aus Eigenliebe genährt ist, zu lösen - nämlich die Furcht vor dem Verlust von Macht, Einfluss und einer bestimmten Position. Der Aufruf zum Frieden stellt so der Eigenliebe auch ein fundamental anderes Bild vom Menschen und von der Liebe gegenüber. Papst Franziskus hat jetzt zum Jahr der Barmherzigkeit aufgerufen. Zu Weihnachten ist dies ein Auftrag, um die Weihnachtsbotschaft hier und heute wahrzumachen. Denn Barmherzigkeit hilft, Gerechtigkeit herzustellen. Und Gerechtigkeit schafft Frieden.

Alfred Stingl, Bürgermeister der Stadt Graz von 1985-2003

"Es gibt keine Kultur ohne Menschenrechte, und es gibt keine Menschenrechte ohne Kultur."

7.12., Beirat des Friedensbüros

"Friedensarbeit beginnt, wenn ich mich vom Leid eines anderen berühren lasse."

30.11.,Beirat des Friedensbüros

"Der Friede beginnt, wenn ich in einem Konflikt das Gespräch suche."

23.11.2015 Beirat des Friedensbüros

"Friede ist möglich, wenn wir Grenzen überwinden."

16.11.2015 (/KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

9.11., Beirat des Friedensbüros

"Wenn wir mit Menschen, die zu uns kommen in Frieden leben wollen, kommen wir nicht umhin, Ihre Würde zu achten."

2.11., Dr. Luca Giradi, Vizepräsident des "Israelischen Kultusvereins"

Rabban Simon, Sohn des Gamliels, sagte:

Auf drei Dinge beruht die Welt:

Auf Recht, auf Wahrheit und auf Frieden.

(Talmud)

26.10., Manfred Perko, Evangelischer Pfarrer

Gott hilft denen, die ihn fürchten, dass in unserm Lande Ehre wohne; dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen.

(Psalm 85,10+11)

19.10., Mag.a Barbara Schmiedl, Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie

Frieden wächst auf der Basis von Wertschätzung und Respekt- für andere Menschen und deren Menschenrechte.

12.10, Daniela Grabe, Abgeordnete der GRÜNEN/ALG im Grazer Gemeinderat

Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg; Frieden ist tägliches Arbeiten an einem friedlichen und gerechten Miteinander.

5.10.Jusup O., Volkschule Graz-Neufeld 4.b

Frieden ist, unter einem Dach mit seiner Familie zu leben, ohne dass man Bombenexplosionen hört und Angst um sein Leben hat.

28.9.A., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Friede ist für mich, etwas mit anderen teilen.

Peace for me is to share something with others.

21.9. Volksschule Graz-Neufeld 4.B

Friede ist für mich Liebe.

 

Խաղաղություն ինձ համար սերը

Friede ist für mich Freundschaft.

 

Խաղաղությունը բարեկամության ինձ համար.

 

14.9.B., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Liebe bedeutet für mich Freundschaft.

Liebe bedeutet auch, einmal zu danken und zu bitten.

Friede bedeutet für mich, anderen zu helfen.

 

A béke nekem barátságot jelent.

A béke egyszer köszönetet ès kérelmet is jelent.

A béke azt jelenti nekem, hogy segitek másoknak.

7.9.2015 M., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Frieden!

Frieden ist für alle Menschen auf der Welt.

Wenn Krieg ist, fürchten sich alle, weil Tod und Hungersnot hereinbrechen.

Ich wünsche mir, dass es auf der ganzen Welt Frieden gibt, egal, ob die Menschen schwarz oder weiß sind.

 

TAMPERE

EUROPÄISCHER RAT 15.+16.OKTOBER 1999

 AUF DEM WEG ZU EINER UNION DER FREIHEIT, DER SICHERHEIT UND DES RECHTS: DIE MEILENSTEINE VON TAMPERE

 

1. Die Europäische Integration war von Anfang an fest auf ein gemeinsames Bekenntnis zur Freiheit gegründet, das sich auf die Menschenrechte, demokratische Institutionen und Rechtsstaatlichkeit stützt. Es hat sich erwiesen, dass diese gemeinsamen Werte unerlässlich sind, um in der Europäischen Union Frieden zu gewährleisten und Wohlstand zu entwickeln. Sie werden auch Ecksteine für die Erweiterung der Union sein.

2. Die Europäische Union hat für ihre Bürger bereits die wichtigsten Komponenten eines gemeinsamen Raums des Wohlstands und des Friedens geschaffen: den Binnenmarkt, die Wirtschafts- und Währungsunion und die Fähigkeit, globalen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Die im Vertrag von Amsterdam enthaltene Herausforderung besteht nunmehr darin sicherzustellen, dass Freiheit, die das Recht auf Freizügigkeit in der gesamten Union beinhaltet, in einem Rahmen der Sicherheit und des Rechts in Anspruch genommen werden kann, der für alle zugänglich ist. Dieses Vorhaben geht auf die von den Bürgern häufig geäußerten Anliegen ein und hat unmittelbare Auswirkungen auf ihr tägliches Leben.

3. Diese Freiheit sollte jedoch nicht als ausschließliches Vorrecht für die Bürger der Union betrachtet werden. Die Tatsache, dass sie existiert, hat Sogwirkung auf viele andere Menschen in der Welt, die nicht in der Freiheit leben, die die Unionsbürger als selbstverständlich empfinden. Es stünde im Widerspruch zu den Traditionen Europas, wenn diese Freiheit den Menschen verweigert würde, die wegen ihrer Lebensumstände aus berechtigten Gründen in unser Gebiet einreisen wollen. Dies erfordert wiederum, dass die Union gemeinsame Asyl- und Einwanderungspolitiken entwickelt und dabei der Notwendigkeit einer konsequenten Kontrolle der Außengrenzen zur Beendung der illegalen Einwanderung und zur Bekämpfung derjenigen, die diese organisieren und damit zusammenhängende Delikte im Bereich der internationalen Kriminalität begehen, Rechnung trägt. Diese gemeinsamen Politiken müssen auf Grundsätzen basieren, die sowohl für unsere eigenen Bürger klar und eindeutig sind, als auch denjenigen, die Schutz in der Europäischen Union suchen oder in ihr Gebiet einreisen wollen, Garantien bieten.

4. Das Ziel ist eine offene und sichere Europäische Union, die uneingeschränkt zu ihren Verpflichtungen aus der Genfer Flüchtlingskonvention und aus anderen einschlägigen Menschenrechts-Übereinkünften steht und die in der Lage ist, auf der Grundlage der Solidarität auf humanitäre Anforderungen zu reagieren. Desgleichen ist ein gemeinsames Konzept auszuarbeiten, um die Integration jener Drittstaatsangehörigen, die rechtmäßig ihren Wohnsitz in der Union haben, in unsere Gesellschaft zu gewährleisten.

5. Freiheit kann nur in einem echten Raum des Rechts genossen werden, in dem die Bürger sich in jedem anderen Mitgliedstaat genauso einfach wie in ihrem eigenen Staat an die Gerichte und Behörden wenden können. Straftäter dürfen keine Möglichkeiten finden, die Unterschiede in den Justizsystemen der Mitgliedstaaten auszunutzen. Urteile und Entscheidungen sollten in der gesamten Union unter Wahrung der grundlegenden Rechtssicherheit der Bürger und der Wirtschaftsteilnehmer anerkannt und vollstreckt werden. Es müssen eine bessere Vereinbarkeit und eine stärkere Konvergenz der Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten erreicht werden.

6. Die Bürger können von der Union zu Recht erwarten, dass sie der durch schwere Kriminalität bedingten Bedrohung ihrer Freiheit und ihrer gesetzlichen Rechte entgegenwirkt. Dies erfordert gemeinsame Anstrengungen, um unionsweit Kriminalität und kriminelle Organisationen zu verhüten und zu bekämpfen. Es müssen gemeinsame polizeiliche und justizielle Ressourcen bereitgestellt werden, um zu gewährleisten, dass es in der Union keine Verstecke für Straftäter oder die Erträge aus Straftaten gibt.

7. Bei der Schaffung eines Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts sollten die Grundsätze der Transparenz und der demokratischen Kontrolle tragende Elemente sein. Wir müssen einen offenen Dialog mit der Bürgergesellschaft über die Ziele und Grundsätze dieses Raums entwickeln, um eine bessere Akzeptanz und mehr Unterstützung seitens der Bürger zu erreichen. Um die Vertrauenswürdigkeit der Behörden zu wahren, sollten gemeinsame Standards zur Integrität der Behörden entwickelt werden.

8. Der Europäische Rat erachtet es für wesentlich, dass die Union in diesen Bereichen auch die Fähigkeit entwickelt, als namhafter Partner auf der internationalen Bühne aufzutreten und anerkannt zu werden. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Partnerländern und internationalen Organisationen, namentlich mit dem Europarat, der OSZE, der OECD und den Vereinten Nationen.

9. Der Europäische Rat ersucht den Rat und die Kommission, in enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament darauf hinzuwirken, dass der Vertrag von Amsterdam auf der Grundlage des Wiener Aktionsplans und der folgenden hier in Tampere vereinbarten politischen Leitlinien und konkreten Ziele in allen Teilen und unmittelbar durchgeführt wird.

24.8. Volksschule Graz - Neufeld, 4b

Der Friede, die Freundschaft, die Liebe.

Lernen, lachen, helfen.

Zusammen gehen,

zusammen leben,

zusammen schlafen,

zusammen sein,

zusammen bleiben.

Ohne Angst, ohne Streit, ein Traum!

 

 

Paqe, shoqeri, dashuri.

Mësoj, qesh, ndihmë.

Me shkuar se bashku,

me jetue se bashku,

me fjet  se bashku,

me  qene se bashku,

me ndejte se bashku.

Pa frikë , pa mosmarrëveshje,

Një ëndërr!

17.8. Z., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Frieden ist das Beste auf der Welt.

Frieden ist für uns : kein Streit

Frieden ist für uns Freundschaft, Liebe und manches gemeinsam machen.

 

السلام هو أجمل ما في الوجود    

 

السلام بالنسبة إلينا ليس الخصام والمعارك 

 

السلام بالنسبة لي صداقة,حب وعمل جماعي متبادل

 

10.8. Ch., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Mein Vater betet jeden Tag für den Frieden.

Mi padre reza cada dia por la paz.

3.8. R., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Ich finde Friede ist, wenn man andere in Frieden lässt und wenn man das, was man selber nicht mag, auch nicht tut.

Jeder kann mithelfen, dass es mehr Frieden auf der Welt gibt!

Friede, Friede

auf der Welt,

halte ewig

wie ein Zelt!

 

Paix, Paix

autour du monde,

soit eternelle

comme une tente!

27.7. B., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Liebe
Man soll keinen Krieg machen, und keinen Streit.
zusammen spielen, teilen, helfen, umarmen,
nicht schimpfen,
Friede.

Szép a szerelem.
Nem szabad veszekedni.
Nem szabad màsokot szidni.
Az emberek, ne hàborzzanak.
A testvèrek szoktak együtt jàtszani.
En szètosztom a csokimat.
En szivesen segitek anyukàmnak.
Atölelem a baràtnömet.
Legyen mindig bèke
.

20.7. M., Volksschule Graz-Neufeld 4b

Friede ist für mich, wenn alle Menschen einander helfen.
Friede ist für mich, Freundschaft zu schließen.
Ich finde, dass schon alle Kinder lernen müssen, dass Krieg schrecklich ist. Nur dann wird Frieden herrschen.

C´è pace, secondo me, quando tutte le persone si aiutano a vicenda.
La pace è per me fare amicizia.
Penso che tutti i bambini, fin dall´inizio, debbano imparare che la guerra è una cosa orribile.
Solo allora potrà regnare la pace.

13.7.2015 Dipl. Päd. Dr.in Helga Bedlivy-Dungl, Volksschule Graz-Neufeld

Präambel des internationalen Netzwerkes der UNESCO-Schulen

 „Since wars begin in the mind of adults, it is in the minds of children and young people that the defences of peace must be contructed.“

 „Da Kriege im Geist von Erwachsenen entstehen, soll im Geist von Kindern und Jugendlichen die Liebe zum Frieden erbaut werden.“

 Frau Dr.in Bedlivy-Dungl hat mit ihren SchülerInnen Gedanken zum Frieden gesammelt. Die Gedanken der Kinder werden von den Eltern in die jeweilige Erstsprache übersetzt. Beispiele werden wir hier in den nächsten Wochen veröffentlichen.

6.7.2015, Sabine Schabler-Urban, Lehrerin

Die goldene Regel findet sich im Wesentlichen in allen Religionen der Welt: "Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst."

29.6.2015, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl

In den letzten Tagen seit Samstag habe ich sehr viel geredet, obwohl es mir überhaupt nicht danach war.

Wenn Du einen Menschen vor Dir sterben siehst, ihm nicht mehr helfen kannst und neben Dir liegt schwerverletzt seine wimmernde Frau, dann ist das ein Bild, das mich wahrscheinlich mein Leben lang begleiten wird.

Die Psychologen sagen mir, dass das Reden auf Sicht gut tut, aber es fehlen einem letztlich häufig die Worte, weil man so eine Tat nicht begreifen kann.

Mein ganzes Mitgefühl gilt den Eltern und Angehörigen des getöteten Adis und des getöteten Valentin, und ich trauere um jene junge Frau, deren Lebensgeschichte ich nicht kenne, die aber nicht einmal im Tod jemand abgegangen zu sein scheint.

Der 20. Juni war ein furchtbarer Samstag und für mich persönlich der schrecklichste Tag meines Lebens, obwohl ich weiß wie viel Leid und Schmerz täglich Menschen auf diesem Planeten erleiden, die nicht das Glück haben, dass sie bei all dem Chaos erleben dürfen, wie Menschen zusammenhalten, wie sie füreinander da sind, wie sie anderen die Wunden verbinden, sich stützen oder einfach beruhigen.

Dafür darf ich allen heute ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott sagen.

Jenen, die professionell und vorbildlich über ihre Einsatzorganisationen an die Stätten des Schreckens kamen, aber auch ganz besonders all jenen Helferinnen und Helfern, deren Namen ich nicht kenne, die von der ersten Minute ihren Mitbürgerinnen und Mitbürger, die geschockt oder verletzt waren, beigestanden sind, und all jenen in unseren Krankenhäusern, die schnell und unbürokratisch mit ihrer Kompetenz geholfen haben. Danke!

Das Menschliche ist eine Legierung aus Gut und Böse, hat der große Psychiater Viktor Emanuel Frankl gesagt und der Riss geht durch all unser Menschsein hindurch.

In den Augen des Täters habe ich glaube ich ein Stück der Hölle gesehen, in den Augen der Hunderten Helferinnen und Helfer konnte ich erahnen, was wir mit Himmel meinen.

Wenn das Ganze irgendeinen Sinn gehabt haben soll, dann den, dass wir um unsere gesellschaftliche Verletzlichkeit wissen, weil so eine Wahnsinnstat schwer zu verhindern ist, aber auch um unsere gesellschaftliche Stärke des Zusammenhalts.

Deshalb hoffe ich, dass dieser Tag und diese Woche uns alle für die Zukunft aufmerksamer machen.

Aufmerksamer für das, was wir um uns, wo wir wohnen oder wo wir arbeiten, wo wir in die Schule gehen oder wo wir Sport betreiben, hören und sehen, und dass wir auch darauf reagieren.

Dass wir anrufen und Hilfe einfordern, wenn wir merken, dass Menschen um uns aus der Rolle fallen und zur Gefahr werden können.

Dass wir aber auch aufmerksam sind und reagieren, wenn wir merken, dass es Menschen gibt, die dieses Füreinander-Dasein durch Hetze und Hasstiraden, durch das Ausspielen von Bevölkerungsgruppen untereinander spalten wollen.

Ich würde mir wünschen, dass es ab heute unter denen, die die Medien machen, eine Art Verschwörung gäbe, menschlich ermutigend zu sein!

Es ist die Sprache, die manchmal ungewollt, manchmal gewollt immer roher wird. Auch dem müssen wir gemeinsam entschieden entgegentreten.

Wenn das gelingt sehe ich am Ende des Tunnels, durch den unsere Stadt in diesen Tagen gegangen ist, ein helles Licht.

Ich danke Ihnen für Ihr so wahrnehmbares Schweigen, und ich bin stolz, Bürgermeister einer Stadt sein zu dürfen, in der die Menschen so zueinander stehen!

 

Graz trauert!

Wir trauern um die Opfer, die Toten und körperlich und seelisch Verletzten. Wer zum Opfer wurde, war zufällig, und so kommen sie aus allen Bereichen unserer vielfältigen Gesellschaft.

Lasst uns aus der Trauer die Kraft schöpfen, weiterhin für ein liebenswertes und lebenswertes Graz einzustehen. In diesem Sinne werden wir auch in Zukunft Ideen und Gedanken für ein friedliches Zusammenleben in Graz sammeln und hoffentlich umsetzen.

 

Barbara Kasper

Stv. Vorsitzende Friedensbüro Graz

 

15.6.2015, Gedanken der Kinder der 3b u. 4a. der VS Neufeld zum Thema UNESCO-Schulen

Wir wollen eine schöne Welt. Dazu müssen wir miteinander leben und auch ´was tun.Wichtig sind Freundschaft, Liebe, Zusammenarbeit. Wir müssen teilen und Armen helfen. Damit die Welt schön ist, müssen wir die Natur und die Umwelt schützen und Müll vermeiden. Wir wünschen uns mehr Frieden, und Kinder haben auch Rechte.

8.6.2015, Claudia Schönbacher, FPÖ Gemeinderätin

"Innerer Frieden schafft Zufriedenheit im Leben"

1.6.2015, Dr.Bassam Tibi, Prof. Emeritus for International Relations (anl. eines Vortrages im aai in Graz)

Frieden ist ein historischer Begriff, dessen Inhalt sich mit der Zeit wandelt und im Kontext steht. Heute erfordert Frieden, dass eine konsensuell akzeptierte Hausordnung von den Weltreligionen und Weltzivilisationen getragen wird. Dialog ist ein Mittel und ein Werte-Konsens ist der Inhalt. Dieses Ziel ist mit der Austragung von Werte-Konflikten verbunden. Ein Dialog des Austausches von Höflichkeiten führt zu nichts, aber der Konflikt kann friedlich-dialogisch ausgetragen werden, alternativ zur Wertebeliebigkeit.

25.5.2015, Dr. Harald Baloch, Bischöflicher Berater für Wissenschaft und Kultur, Träger des großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark

"Friede ist nicht im abgesicherten Territorium, in das weder Fremde noch Lärm vordringen können.Friede ist nicht, in Ruhe gelassen zu werden. Friede ist Einladung, Gespräch, Pläne schmieden. Friede ist ein gutes Kaffeehaus."

18.5.2015, Andreas Eckert, Schriftsteller

DIE WELT

Gelb ist der Ort,
an dem ich atme,
an dem ich lebe.

 Gelb ist der Zustand,
den ich fürchte und schätze,
den ich achte und liebe.

 Gelb ist die Seele,
die ich zu leben gelernt habe,
in der ich mich wohl fühle.

 Gelb ist mein Zufluchtsort,
alles um mich herum,
alles was ich sehe.

 Gelb ist das Erste am Morgen,
das Gericht am Mittagstisch,
und das Letzte am Abend.

 Gelb ist das Blut des Todes,
das den Augenblick des Lebens,
in die Flucht schlägt.

11.5.2015, Elke Heinrichs, KPÖ Gemeinderätin, mit den Schwerpunkten Gesundheit, Behinderung, Menschenrechte und Asylrechtsfragen

"Eine Gemeinde ist so friedliebend, wie sie ihren schwächsten Mitgliedern zu begegnen imstande ist.Sie verhält sich friedvoll, wenn sie nicht mit dem Finger auf die Schwachen zeigt und diese zu Schuldigen macht, um sie ruhigen Gewissens zu verweisen.

Es sollte uns daher nicht passieren, dass wir honorige Menschen, welche posthum zu Ehren gelangen, zuvor, während ihres Eintretens für Eintretende, von der Straße weg abführen lassen!

Eine Gemeinde verbleibt nach meiner Meinung in Frieden, wenn sie genug Verständnis für das Scheitern Einzelner aufbringen kann".

4.5.2015, Mag.a Astrid Polz-Watzenig, Gemeinderätin, Klubobmann-Stellvertreterin, Grüner Gemeinderatsklub Graz

Frieden ist für mich nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern eine beständige, aktive Aufgabe für jede einzelne und jeden einzelnen von uns. Eine aktive Aufgabe setzt Interesse - im Sinne von Aufmerksamkeit, Beachtung, Anteilnahme, Achtsamkeit, Lerneifer- für die globalen und regionalen Verhältnisse voraus und dieses ständige Interesse führt zu Aktion, Empowerment, Beteiligung, Veränderung. Daran glaube ich und dafür setze ich mich ein.

27.4.2015, 1BHET HTL BULME Graz-Gösting, eingereicht von Mag.I.Bartelmuhs

Wir sind eine Deutschgruppe der 1BHET - wir sind zwischen 14 und 15 Jahre alt - an der HTL-BULME in Graz-Gösting und hier sind unsere Gedanken:

Kompromisse mit anderen Religionen zB. Gebetshäuser von anderen Kulturen erbauen lassen dürfen.

Mehr Sprachkurse für Ausländer, damit der Einstieg ins Berufsleben erleichtert wird.

Zivilcourage zB. Menschen helfen, wenn sie es benötigen.Gleiche Voraussetzungen (Gleichberechtigung) bei Männern und Frauen in Jobs.

(Ajla Purkovic, Elisabeth Schröttner)

Mehr Toleranz gegenüber anderen Kulturen.

Mehr Arbeitsplätze für alle, auch Menschen aus anderen Kulturen.

(Joachim Maihold, Alexander Schnider, Maximilian Schwaiger)

Die Häuser brauchen einen neuen Anstrich, denn graue oder abgeblätterte Wände sehen deprimierend aus. Und wenn man deprimiert ist, ist man eher unfreundlich.

(Schneeberger Josef, Ranzenberger Martin, Tritthart Alexander)

20.4.2015, Inge Brenner, Buddhistische Gemeinde Steiermark

Die Übung der Geduld ist nicht allein Sache der Religion.

Geduld heißt nicht, alle Ungerechtigkeiten einfach hinzunehmen.

Geduld bedeutet, mit einer Haltung von Verständnis, Mitgefühl und innere Ruhe effektive Mittel gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeiten anzuwenden.

Dalai Lama

13.4.2015, Robert Krotzer, KPÖ Gemeinderat

„Noch vor wenigen Jahren war die Sorge um den Frieden und die Angst vor neuen Kriegen in Europa wenigen kritischen Geistern vorbehalten. Dabei wurden in der veröffentlichten Meinung nicht nur die nicht lange zurückliegenden Kriege auf dem Balkan offenbar „vergessen“, sondern auch all jene Kriege, die mit allen sie begleitenden Scheußlichkeiten hunderttausenden und Millionen Menschen auf dem gesamten Globus Hab und Gut, ein Dach über dem Kopf, Glück, Freiheit und Sicherheit oder gar das Leben raubten. Oft waren und sind europäische Waffen, europäische Gelder und europäische Soldaten darin verwickelt. Von dem dahinter stehenden menschlichen Leid hörten wir selten, umso mehr aber von sicheren Rohstoffmärkten und vitalen wirtschaftlichen Interessen. Heute ist die Angst vor neuen Kriegen zurück in Europa. Und sie ist brandaktuell, da es einen besorgniserregenden Mangel an Zurückhaltung, Vernunft sowie der Einsicht gibt, dass Frieden und soziale Sicherheit über den Interessen der Rüstungslobbys und der globalen Profitmaximierung stehen müssen. Damit der Wind sich dreht und die Zeiten andere werden, brauchen wir ein breites Engagement für Frieden und Völkerverständigung, Neutralität und internationale Solidarität. Dazu wollen wir beitragen.“

 

7.4.2015, Bakk.a Nicola Baloch, ComUnitySpirit, AAI Graz

Wir sind alle betroffen.Und gefragt. Nun gilt es, uns zu entscheiden, was Terror mit uns als Gesellschaft und mit uns ganz persönlich macht. Wir können entscheiden, zusammenzustehen. Wir können uns für eine Gesellshaft entscheiden, in der wir zusammenleben, ohne Menschen auszugrenzen, wertschätzend und in der Freiheit, unterschiedliche Meinungen zu äußern. In der wir Unterschiede als Möglichkeit sehen,Vielfalt als Wert. In der Freiheit stärker ist als Angst.In der die Liebe stärker ist als der Hass.                   

In der Friede nicht nur ein Wort ist. Es liegt an uns.

30.3.2015, Inge Brenner, Buddhistische Gemeinde Steiermark

Suche die Stille auf und nimm dir die Zeit und den Raum, um in deine eigenen Träume und Ziele heineinzuwachsen.

Buddha

23.3.2015, Jan, Schüler, PTS Herrgottwiesgasse

16.3.2015, S. Schrotta, Grazer Erfinder des Systemischen Konsensierens - einem konfliktlösenden, friedensstiftenden Entscheidungsverfahren;eingereicht von Mag. Marina Dominik Berger

Immer mehr Menschen erkennen, wie sehr das traditionelle Mehrheitsprinzip Machtkämpfe und kollektives Egoverhalten verursacht. So können wir nicht weitermachen. Wer das Akzeptanzprinzip kennenlernt und es einzusetzen weiß, begreift, dass die freie Welt damit Frieden finden wird und aufblühen kann.

(Das Akzeptanzprinzip ist bekannt geworden als SK-Prinzip oder Systemisches Konsensprinzip)“

 

9.3.2015, Brigitte Hinteregger, ehemalige Unabhängige Frauenbeauftragte in Graz und mehrere Jahre in Liberia tätig.

Bezugnehmend zur UN-Resolution 13/25: Mindestens 50% der Frauen müssen auf allen Ebenen bei Friedensverhandlungen einbezogen werden und nicht als Opfer betrachtet werden. Ebenso ist es notwendig, Frauen bei der Umsetzung als Expertinnen langfristig einzubeziehen. Nur dann kann Frieden gelingen. Und das kostet....

2.3.2015, Mag. Maxie Uray-Frick, StRin.a.D

Graz hat einige Institutionen, die den Frieden und das Zusammenleben in unserer Stadt fördern. Das Wichtigste aber ist, dass jede(r) von uns sich bewusst wird, dass nur Respekt voreinander, egal wer man ist und woher man kommt, ein friedvolles Miteinander ermöglicht.

23.2.2015, Mag.a Doris Kuhness,MPH, Styria vitalis

Zuweilen treffen wir auf Menschen, an denen uns etwas missfällt. Bewahren wir uns ein weites Herz, dann werden wir auch ihre guten Seiten Entdecken. Wolwollen und liebevolles Verständnis bringen in jedem Menschen das Beste hervor.

16.2.2015, Dr. Dietmar Dragaric, Landesschulrat Steiermark

Kriege gehören ins Museum!

So lautet das Motto des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Nach zwei schrecklichen Weltkriegen stimmen wohl die meisten Menschen in Europa dieser Einschätzung von Kriegen zu. Leider bedeutet diese Tatsache jedoch kein dauerndes Ende von Aggressionen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Ein Blick in die Ukraine und über Europa hinaus, zeigt ein besorgniserregendes Ansteigen von Gewalt, Zerstörung und Mord. Kriege gehören ins Museum! Dafür müssen wir uns tagtäglich einsetzen.

 

9.2.2015, PTS Graz Herrgottwiesgasse

2.2.2015, Klaus Perko

Im Jahr 1889 veröffentlichte Bertha von Suttner ihr bahnbrechendes Hauptwerk "Die Waffen nieder". Zwei Jahre vorher hatte der polyglotte Arzt und Menschenfreund Dr. Ludwig Lazarus Zamenhof in Warschau unter dem Pseudonym "Dr. Esperanto" das Projekt einer Internationalen Sprache herausgebracht, das sich in kurzer Zeit zu einer lebenden Sprache entwickelte und heute in der ganzen Welt verbreitet ist. Wenngleich die zeitliche Nähe der beiden Publikationen zufällig sein mag, besteht dennoch ein innerer ideeller Zusammenhang.  Zamenhof wollte nämich mit der Internationalen Sprache nicht nur den  praktischen Austausch von Informationen erleichtern, sondern vor allem für die Sprecher einer gemeinsamen neutralen Zweitsprache das Bewußtsein einer transnationalen Identität und Solidarität über alle nationalen Grenzen hinweg begründen. Vom Grundsatz der gleichen Würde und der gleichen Rechte aller Menschen ausgehend, betrachtete er die Menschheit als eine Familie, in der der Geist der Geschwisterlichkeit herrschen sollte. Damit nahm er bereits Art. 1 der Universellen Deklaration der Menschenrechte (1948) vorweg.

Bertha von Suttner brachte dem Esperanto große Wertschätzung entgegen. Im Jahr 1912 schrieb sie wie folgt: " Ich glaube, dass in einem immer mehr anwachsenden Internationalismus, der die Völker der Welt in friedlicher Vereinigung verbinden wird, die Sprache Esperanto das wichtigste Organ darstellt. Die Einführung dieser Sprache als Pflichtgegenstand in allen Schulen ist das nächste anzustrebende Ziel. Wenn dies im sprachlich zerrissenen Österreich-Ungarn erfolgte, würde dies ausgleichend und friedensstiftend wirken! Besonders in einer Zeit im Zeichen der Flugzeuge, der Unterseetunnels und der drahtlosen Telegrafie und des immer stärker werdenden Verkehrs kann man sich die Welt ohne Weltsprache nicht vorstellen."

Auch ihr Mitstreiter, der Österreicher Alfred Hermann Fried (Friedensnobelpreis 1911), unterstützte Esperanto aktiv und verwendete die Sprache auch praktisch in seiner Tätigkeit. Ebenso brachte auch der russische Schriftsteller Leo Tolstoi mehrfach seine Sympathie und Unterstützung zum Ausdruck.

26.1. Christine Braunersreuther, KPÖ-Familien und Kultursprecherin

"Kinder sind an sich vorurteilsfrei und sehr leicht für Themen wie Frieden und gutes Zusammenleben zu sensibilisieren. Dass dies oft nicht nachhaltig gelingt (wie später im Erwachsenenalter deutlich wird), liegt nicht an den Eltern oder den PädagogInnen allein, sondern vielmehr an einer Welt, in der Kriege als Notwendigkeit für Machterhalt dargestellt werden und die Politik keinen Abstand zu Waffenlobby findet."

19.1. Omed Hassani

In meinem Land war Krieg, deswegen bin ich nach Österreich gekommen. Ich bin seit 4 Monaten in Österreich.

Frieden macht glücklich!

12.1.Monika Schönbacher Frischenschlager

Es ist, wie es ist! Es könnte aber auch ganz anders sein!

Trage Verantwortung, dass mit viel Bedacht und klugen Überlegungen dafür gesorgt wird, dass Graz eine friedliche Stadt bleibt, in der es sich lohnt zu leben.

Aus aktuellem Anlass

5.1. Mathias Grilj, Schriftsteller

zum ersten weltkrieg hat mir mein großvater, als wir auf der wiese saßen, gesagt:
- du mußt dem mann das bajonett knapp unter dem brustbein hineinhauen. dann gehst etwas in die knie und wirfst ihn über die schulter.
- und dann?
- dann den nächsten.
derselbe großvater ist dann im jahre 1941 den kalvarienberg hinaufgepilgert, auf knien, und hat gott um frieden angefleht.
er hat eine sonntagshose ruiniert und zwei kniescheiben freigelegt, und der rest nahm seinen lauf.
und nachher war er im lager, aber nicht als wache.

29.12. Mag.a Alexandra Marak-Fischer, Gemeinderätin

Beim Lesen des Buches „Die Waffen nieder“ überkam mich erst das Gefühl, dass unsere Einstellung zu Krieg sich in Europa  erfreulicher Weise in den vergangenen 100 Jahren deutlich geändert hat. Krieg ist nicht mehr das erste Mittel der Wahl in Konflikten, wird von Regierenden nicht mehr als einfache Ablenkung bei innenpolitischen Spannungen oder Mittel zur Hebung nationalen „Moral“ gesehen wie im 19. Jahrhundert. Doch blickt man in andere Gegenden der Welt, oder leider auch nur ein wenig außerhalb unserer Europäischen Union, dann wird schnell deutlich, wie kostbar, aber auch zerbrechlich diese in den letzten Jahrzehnten entstandene Einstellung zu Krieg und Frieden ist. Es liegt an uns, sie zu behüten und zu verbreiten!

22.12. Josef Wilhelm, Vorsitzender Friedensbüro Graz

 „Friede ist dort, wo er täglich gestiftet wird…..und das kann ganz schön anstrengend sein."

15.12. Claudia Unger, Afro-Asiatisches Institut Graz

Es gibt keine Alternative zum Frieden. Er muss mit allen Mitteln verteidigt werden.

Zu Ende gedacht, ist wohl nichts zugleich einfacher und schwieriger.

 

8.12.2014 Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl

Eine der schlimmsten Gefahren für das Zusammenleben der Menschen sind die Gleichgültigkeit und der Opportunismus, beidem müssen wir in Graz entschieden begegnen. Das friedliche Zusammenleben muss das wichtigste, politische Ziel aller Verantwortungsträger sein. Dabei geht es um das persönliche Vorbild, aber auch darum Strukturen zu schaffen und zu fördern, die einen ständigen Dialog unter den verschiedensten politischen, kulturellen, ethnischen und religiösen Gruppen in Gang halten. Man muss sich nicht mit jedem Menschen verstehen und schon gar nicht seiner Meinung sein, aber ich kann jedem Menschen mit Respekt begegnen. Diesen Respekt vermisse ich bei den Wortmeldungen mancher populistischer, politischer Mitbewerber. Es ist jedoch das Privileg der Bürgerinnen und Bürger in ihrem Wahlverhalten diesen Äußerungen entgegenzuwirken, ganz im Sinne „wir setzen ein Signal gegen die Gleichgültigkeit und gegen Opportunismus“.