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Jüdischer Leben und Zerstörung im Bezirk Gries Rundgang

Mai 5, 17:00

Das Zentrum jüdischen Lebens in Graz befindet sich seit Mitte des 19. Jahrhundert bis heute im Bezirk Gries. Hier wurde u.a. 1892 die Synagoge errichtet, daneben das Amtshaus und eine jüdische Volksschule. Im Umfeld der Gemeinde entstanden zahlreiche charitative, religiöse und zionistische und gesellschaftliche Vereine. Mit dem „Anschluss“ 1938 endeten all diese Aktivitäten. Die Nationalsozialisten zerstörten die Synagoge, lösten die Israelitische Gemeinde auf und vertrieb die jüdische Bevölkerung, nachdem sie zuvor im Zuge der „Arisierung“ beraubt worden war. Nur wenige kehrten nach 1945 wieder hierher zurück und beteiligten sich am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde. Nach Jahrzehnten des Schweigens dauerte es bis Ende des 20. Jahrhunderts, ehe jüdisches Leben im Bezirk auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen und Erinnerungszeichen gesetzt wurden.

Ein Rundgangsführer durch das „Jüdische Gries“ gibt Einblicke in das jüdische Leben und die Zerstörung. Der Rundgang anlässlich des „Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ führt zu Orten jüdischen Leben vor der Zerstörung 1938/39.

 

Heimo Halbrainer und Gerald Lamprecht (Historiker, Graz)

Donnerstag, 5. Mai 2022, 17.00 Uhr

Treffpunkt: Griesplatz (nördliches Ende)

Details

Datum:
Mai 5
Zeit:
17:00

Veranstaltungsort

Griesplatz

Veranstalter

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