Warum der Umgang miteinander für das Funktionieren einer Gruppe entscheidend ist

Jeder Mensch ist anders – ein Individuum, mit ganz eigenen Bedürfnissen, Gedanken und Vorstellungen von der Welt da draußen. Was den Einen glücklich macht, ist für die Andere womöglich ein Alptraum. Und umgekehrt. Wir sind alle verschieden, und das ist auch gut so. Aber genau diese Unterschiede können im täglichen Umgang miteinander zu Missverständnissen, Reibereien führen, am Ende sogar im Streit enden. Nicht immer fällt es leicht, das Gegenüber und seine Absichten zu verstehen. Wie oft reden wir aneinander vorbei, schauen in brenzligen Situationen weg, verletzen Andere mit dem, was wir tun? Das Miteinander erfordert bestimmte Regeln und Umgangsformen, ein gewisses Maß an Empathie und Rücksichtnahme, den Mut, sich gegenüber anderen zu öffnen und Negatives zu thematisieren.

Unser Leben, das spielt sich innerhalb bestimmter Gruppen ab – menschliche Zusammenschlüsse mit ähnlichen Zielen, Anforderungen oder Interessen. Ganz gleich ob in der Schule, in der Arbeit, im Freizeitverein oder in der Nachbarschaft, überall finden wir uns in Gruppierungen wieder, die nach ganz bestimmten gesellschaftlichen Normen, Wertvorstellungen und Dynamiken funktionieren. Sie geben uns Sicherheit, sollten die Gruppe im besten Fall zum gemeinsamen Erfolg führen. Da wir bei solchen Bündnissen jedoch meist willkürlich zusammengewürfelt werden, jeder von uns andere Vorstellungen und Ideen mit einbringt, ist das Konfliktpotential durchaus gegeben. Gegenseitiger Erfahrungsaustausch, die Besprechung und Erstellung gemeinsamer Regeln und der respektvolle Umgang miteinander können in brenzligen Situationen durchaus hilfreich sein. Eine Gruppe ist nur so stark wie ihr schwächstes Mitglied, und so hat der Umgang miteinander einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg und die Qualität derselben.

In den folgenden Beiträgen geht es um Vorschläge, mögliche Handlungsweisen, die das Funktionieren einer Gruppe positiv beeinflussen können. Dabei geht es um Regeln, deren Entstehung und die Wichtigkeit von Konsequenzen. Aber auch um Beziehungsaufbau zu Menschen innerhalb einer Gruppe und die Notwendigkeit negative Erfahrungen und Umgangsformen wie Mobbing zur Sprache zu bringen.

Tipp 1: Ohne Regeln geht´s nicht. Ohne Konsequenzen und Vorbildwirkung auch nicht.

Tipp 2: Ohne Beziehung ist vieles schwieriger.

Tipp 3: Darüber reden hilft!

Tipp 4: Jeder Mensch empfindet anders.

Tipp 5: Alle sollen Bescheid wissen!

Foto: ©Friedensbüro, Workshop Gemeinschaftsbildung