Friedenszitat 1.10.2018

Es gilt genauer hinzuschauen, einen differenzierten Blick auf Entwicklungen und auch die Hintergründe unseres (verorteten) Zusammenlebens zu bekommen und reflektiert zu handeln. Auch und gerade in einer liberalen Demokratie ist ein Nichtakzeptieren von Dingen, die nicht akzeptierbar sind (weil sie den Menschenrechten zuwiderlaufen) notwendig, um Vertrauen und damit Halt zu geben. Angst vor Ausschluss, Unsicherheiten und Herabwürdigungen schaffen keine Basis um an einer gemeinschaftlichen Zukunft weiterarbeiten zu wollen. Das Vertrauen darauf, dass Spielregeln von allen eingehalten werden, machen Demokratien erst zu einem erstrebenswerten Konstrukt für alle, da sie als einzige Staatsform das Wohl aller, aber eben auch des Einzelnen oder der Einzelnen , im Zentrum hat. Lösungen für eine gemeinschaftliche Zukunft können nur auf Hoffnung gebaut und mit Vertrauen entwickelt werden. Friedvolles Miteinander-Umgehen fällt genauso wenig vom Himmel wie die Demokratie, wir müssen uns beides immer wieder erarbeiten.

Nicole Pruckermayr, Künstlerin, Theoretikerin aus Graz, Initiatorin und Mastermind von COMRADE CONRADE, Demokratie und Frieden auf der Straße