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Foto: Jil123/pixabay
Aufeinander zugehen …
Unser Blog

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… und Frieden schließen
Um Konflikte zu lösen, ist es wesentlich sich auch den Gedanken und Blickwinkeln des Gegenübers zuzuwenden. Auch wenn wir uns wirklich für eine gemeinsame Konfliktklärung interessieren, ist das in der Umsetzung immer wieder schwierig. Hier kommt die gute Nachricht: wenn wir die innere Haltung nicht leicht ändern können, können wir zunächst versuchen, die körperliche Haltung zu verändern. Unser Körper ist unser Resonanzorgan mit der Welt, ein „Instrument zur Lebensbewältigung“ (Dr. Croos-Müller). Durch den Körper drückt sich unser inneres Erleben aus und umgekehrt: unsere Körperhaltung hat Einfluss auf unseren Gemütszustand. Wenn wir also zum Beispiel im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hängen lassen in einer Situation die uns zu überfordern scheint, können wir – wenn wir uns dessen bewusst werden – unsere Körperhaltung ändern und uns aufrichten. Auch Aufstehen und umhergehen hilft uns, dass wir uns wieder unserer Selbstwirksamkeit gewahr werden können.
Auch für die konkrete Aushandlung von Konflikten können wir unseren Körper als Verbündeten einbeziehen. Und uns im Wahrsten Sinne des Wortes „auf den Weg machen“ zur Lösung: die Mediatorin Kerstin Lück hat den „Friedensteppich“ entwickelt. Nicht als metaphorisches Bild, sondern ganz konkret. Ein Teppich, den man gemeinsam mit der/dem Konfliktpartner:in beschreiten und dabei aufeinander und eine Klärung zugehen kann.
In sieben Schritten, die an die Haltung der Restorative Justice (siehe Artikel dazu in der Nachbarschafts-Blogreihe) erinnern, wird man in Richtung Lösungsfindung zu einer gemeinsamen Mitte geleitet:
1. Was ist passiert?
2. Wie geht es mir jetzt? (mein Gefühl)
3. Dir geht es … (ich schlüpfe in die Haut des Gegenübers)
4. Was wünsche ich mir?
5. Wozu bin ich bereit?
6. Und so machen wir es: Wiederhole die Lösung
7. Hände schütteln, Namaste oä
Mehr zum Friedensteppich
Mehr zum Zusammenspiel von Körper und Gemütszustand
Von: Katharina
31. Januar 2026
Bild: Jil123/pixabay
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