Welthunger

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Foto: Foto von Jade Koroliuk auf Unsplash
Krieg verschärft die Ernährungskrise
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Nach wie vor ist der Welthunger ein großes Thema. Zwar konnten bereits Fortschritte in dessen Bekämpfung gemacht werden, dennoch wird die Ernährungslage derzeit in sieben Ländern als „sehr ernst“ und in weiteren 35 Ländern als „ernst“ klassifiziert. Gründe für das Fortbestehen der weltweiten Hunger-Problematik gibt es viele, einer der größten davon etwa in Form von Kriegen.

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In erster Linie fällt einem vermutlich die Zerstörung ein, die Kriege mit sich bringen. Die Infrastruktur wird verwüstet, Straßen werden unbenutzbar, Importe werden eingestellt und die Inflationsrate schießt in die Höhe, während die Währung immer mehr an Wert verliert und Arbeitsplätze schwinden. Insbesondere auch Ernte, Märkte und Wasservorrat werden in Mitleidenschaft gezogen oder sogar absichtlich angegriffen und reichen nicht mehr aus, um die Bevölkerung zu versorgen. Besonders der Verlust von Nutztieren, Waldrodung, verminte Felder, die Zerstörung von Feldern sowie auch die Beschädigung von Bewässerungssystemen erschweren die Wiederaufnahme der landwirtschaftlichen Produktion für lange Zeit, oft sogar lang über das Ende eines Krieges hinaus. Und als wäre das alles nicht schon Problem genug, kann der Mangel an Lebensmitteln selbst ebenfalls ein Risikofaktor für mehr Gewalt sein, da um die wenigen verfügbaren Ressourcen Konflikte entstehen.
Auch die Flucht und Vertreibung, zu denen Kriege führen, stellen eine Gefahr dar. Oft sehen Millionen von Menschen keinen anderen Ausweg als ihre Heimat zu verlassen, wobei sie nur das absolut Notwendigste mit sich bringen können. Auf ihrem zumeist langen und strapaziösen Weg werden ihnen dabei häufig die Vorräte knapp. Gleichzeitig erschweren Kriege auch den Zugang zu humanitärer Hilfe, die eigentlich dafür da ist, diese Knappheit sowohl vor Ort als auch in Flüchtlingslagern oder provisorischen Unterkünften zu überbrücken. Nicht nur das, andauernde Kriege führen auch dazu, dass die Kosten für Hilfsorganisationen durch unsichere Transportwege, hohe Treibstoffpreise und lebensnotwendige Sicherheitsmaßnamen ansteigen. Durch diese finanziellen Erschwernisse passiert es auch oft, dass weniger Geld für die eigentliche Versorgung mit Lebensmitteln übrigbleibt.

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Doch nicht nur die Länder, die unmittelbar von Krieg betroffen sind, bekommen dessen Auswirkungen zu spüren. Seit der Globalisierung werden weitaus mehr Waren exportiert, aber auch importiert als zuvor. Einerseits erlauben es diese Versorgungsabhängigkeiten, beispielsweise bei der Produktion von Lebensmitteln und Waren zu sparen, andererseits stellen diese in Zeiten des Krieges ein Risiko dar. Insbesondere Länder, die viele Lebensmittel importieren, sind besonders betroffen: Kommt es durch Krieg zu Lieferengpässen, so wird der Import dieser Lebensmittel erschwert und Preissteigerungen sind die Folge. Dies bedeutet wiederum, dass vor allem jene Personen, die in einkommensschwachen Haushalten leben, besonders unter den wachsenden Kosten leiden.
Kriege sind allerdings bei weitem nicht der einzige Faktor, der negative Entwicklungen hinsichtlich des Welthungers nach wie vor befeuert. Ein weiterer Faktor ist etwa der Klimawandel, dem wir uns im nächsten Beitrag widmen werden.
Quellen:
https://www.actionagainsthunger.org.uk/why-hunger/conflict
https://www.ufu.de/ufu-informationen/ernaehrungssicherheit-krieg/
https://www.theguardian.com/global-development/2026/may/24/hunger-weapon-of-war-food-violence-surges
https://www.theguardian.com/global-development/2026/may/24/hunger-weapon-of-war-food-violence-surges
https://www.wfp.org/news/wfp-warns-rising-food-and-fuel-prices-risk-pushing-global-hunger-higher-humanitarian-needs
https://www.fao.org/4/ae044e/ae044e00.htm