Welthunger

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Foto: Foto von Mike Erskine auf Unsplash
Klima und Hunger
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Nach einem langen Hin und Her zwischen Regen- und Schönwetter scheint es nun so, als würden uns nun die glühend heißen Temperaturen für einige Zeit erhalten bleiben. Diejenigen Personen, die in Dachgeschosswohnungen leben, dürften sich darüber ganz besonders freuen, dass sie jetzt einige Wochen lang unter Backrohrkonditionen dahinschmelzen werden und mit einem Ventilator sogar die Umluftfunktion nachstellen könnten. Während wir hier in Österreich jedoch noch über solche Witze lachen können, leiden Menschen an Orten, wo sich die steigenden Temperaturen noch gravierender bemerkbar machen, oft an verheerenden Folgen – unter anderem auch an Hunger.

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Wer das Gefühl hat, dass die Sommer immer heißer und extremer werden, hat damit nicht unrecht. Aufgrund der höheren Temperaturen und längeren Trockenperioden werden die Zeiten, zu denen der Nahrungsmittelanbau in vielen Regionen unter günstigen Bedingungen möglich ist, tatsächlich immer kürzer. Gleichzeitig geht die Biodiversität verloren, da viele Pflanzen schlichtweg nicht mit dem immer wärmer werdenden Klima mithalten können. Ein besonders großes Problem am Klimawandel sind zudem die Extremwetterereignisse, die die steigenden Temperaturen begünstigen. Dürren, Überflutungen, Zyklone und Hitzewellen häufen sich immer mehr und erschweren den Anbau und die Produktion von Lebensmitteln. Gleichzeitig geraten auch die Viehzucht und die Fischerei aufgrund von Hitzewellen, Wasserknappheit und veränderten Ökosystemen immer mehr unter Druck, was die Verfügbarkeit wichtiger Nahrungsmitten noch weiter verschlechtert. Dadurch, dass die Ernteerträge sinken und weniger Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, steigen die Lebensmittelpreise, was besonders einkommensschwache Haushalte hart trifft.
Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche indirekte Wege, auf die der Klimawandel einen negativen Effekt auf den Welthunger hat. Die eben erwähnten Klimakatastrophen zerstören zusätzlich oft wichtige Infrastruktur wie Straßen, Brücken und Zuggleise, die essenziell sind, um Menschen mit Essen zu versorgen. Für besonders abgeschnittene Gemeinschaften, die beispielsweise auf eine einzige Straße angewiesen sind, kann dies schwerwiegende Konsequenzen haben. Zudem kann die Zerstörung von Infrastruktur auch Hilfsorganisationen Schwierigkeiten dabei bereiten, Essen in diesen Regionen zu verteilen.

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Dabei trifft der Klimawandel vor allem jene Menschen besonders schwer, die am wenigsten zu diesem beitragen. Besonders Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie einkommensschwache Haushalte in Ländern des Globalen Südens verfügen häufig nicht über die nötigen Ressourcen, um sich an die veränderten Bedingungen ausreichend anzupassen. Dadurch verstärken sich bestehende Ungleichheiten und das Risiko von Hunger und Mangelernährung nimmt weiter zu.
Quellen:
https://www.wfp.org/climate-and-resilience
https://www.actionagainsthunger.org.uk/why-hunger/climate-crisis
https://wfpusa.org/news/how-climate-change-is-causing-world-hunger/
https://www.welthungerhilfe.de/informieren/themen/klimawandel