Der Menschenrechtspreis ist dzt. nicht ausgelobt. Die nächste Ausschreibung findet 2023 statt.

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Satzung des Grazer Menschenrechtspreises

Grazer Menschenrechtspreis

Mit 7.000 Euro dotiert ist der „Menschenrechtspreis der Stadt Graz“, den die Murmetropole für außergewöhnliche Leistungen für Menschenrechte auf kommunaler Ebene vergibt.

Die Auszeichnung, mit der die Stadt Graz das friedliche Zusammenleben alle Menschen innerhalb der Kommune fördern will, wird alle zwei Jahre vergeben.

Eingereichte Leistungen werden auf die Förderung von Toleranz, Dialog und Versöhnung und ihre Wirkung im kommunalen Leben von Graz und anderen europäischen Städten bewertet.

Eigenbewerbungen sind übrigens nicht zulässig, aber jede Person/Organisation ist berechtigt, mögliche Preisträger:innen vorzuschlagen.

Preisträger:innen

2021

Heidrun Primas, Marion Bock, Lisa Rücker und Brigitte Kratzwald als Mitinitiatorinnen des Solidaritätscamps „Wochenende für Moria„: eine österreichweite Aktion, die von Jänner bis März 2021 stattfand und die menschenunwürdigen Verhältnisse für Flüchtlinge an Europas Außengrenzen aufmerksam machte

Michaela Gosch für den Verein Frauenhäuser Steiermark: Konkrete Unterstützung, Informations- und Bildungsarbeit im Bereich häuslicher Gewalt gegen Frauen

Barbara Kasper: für jahrzehntelanges überparteiliches Engagement für die Menschenrechte, Frauenrechte und Kinderrechte im Rahmen der UNESCO Schulen

2019

Edith Abawe – Infocafé palaver: für wesentliche Hilfestellung im Prozess der Integration von Migrantinnen.

Karl-Heinz Herper: für jahrzehntelanges überparteiliches Engagement für die Menschenrechte im Rahmen und abseits seines politischen Wirkens.

Peter Krasser: für die Ermöglichung von Schulbildung für Kinder in Äthiopien durch den Bau von Schulen.

2017

Asli Erdogan:Schriftstellerin, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin, für ihren selbstlosen und unermüdlichen Einsatz für Meinungsfreiheit und Bürgerrechte besonders in der Türkei.

Harald Schmied / Gilbert Prilasning – Homeless Streetsoccer Weltcup:für dieses innovative Sportprojekt zur Inklusion von Menschen am Rande der Gesellschaft, das international durch die FIFA anerkannt wurde.

Blinden- und Sehbehindertenverband Steiermark:für die jahrzehntelange Unterstützung von blinden- und sehbehinderten Menschen und für die Mitarbeit an zahlreichen, innovative Konzepten im Rahmen der Grazer Stadtplanung für diese Zielgruppe.

2015

Ruth Susanne Seipel:für das großartige Engagement für jugendliche Asylsuchende über den von ihr gegründeten Verein Mentorus.

Kriseninterventionsteam Steiermark: für den unschätzbaren Beitrag, nicht nur für die psychosoziale Betreuung der direkt und indirekt Betroffenen der Amokfahrt vom Juni 2015, sondern auch für das gemeinschaftliche Trauern und die Stärkung des Zusammenhalts in Graz.

Günther Ebenschweiger: Initiator und Motor zahlreicher Aktivitäten und Angebote im Bereich der Gewaltprävention und der Kriminalitätsprävention, sowohl als Leitender Mitarbeiter der Exekutive, als auch ehrenamtlich über den von ihm gegründeten Präventionskongress.

2013

Susanna Ecker: für die rechtliche Durchsetzung der Menschenrechte von Personen in benachteiligten Lebensverhältnissen durch niederschwellige Rechtsberatung und -vertretung und für ihren Beitrag zur öffentlichen Bewusstseinsbildung.

Helmut Wlasak: für die Durchsetzung der Menschenrechte in der Rechtsberatung und für sein Engagement in der Drogen- und Suchtprävention von Jugendlichen, sowie für die Armenhilfe im Rahmen der Vinzenzgemeinschaft durch direkte Hilfe vor Ort und Projektaufbau mit Schwerpunkt Osteuropa.

Heimo Halbrainer, Verein Clio: für seine langjährige engagierte Menschenrechtsarbeit im Bereich der kritischen Geschichtsvermittlung und Erinnerungsarbeit durch die Schärfung der Verantwortung für die kollektive Vergangenheit und dem damit verbundenen Aufzeigen von Handlungsspielräumen in politisch repressiven Zeiten.

2011

Pater Berno Rupp: Gründer der „Pater Berno Stiftung“, interreligiöser Vermittler und Errichter zahlreicher Einrichtungen zum Schutz von Kindern und Frauen in Rumänien.

DKS Nomawethu Kelbitsch: Gründerin „Pro Health“ und zahlreichen Initiativen zur Inclusion und Gesundheitsförderung von Frauen, speziell Migrantinnen.

2009

Hans Hesselmann:Menschenrechtsbüro Nürnberg, Gründer und Vorsitzender der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR)

VertretungsNetz, Sachwalterschaft, Patientenanwaltschaft, Bewohnervertretung:für die großartige Aufbauarbeit und das besondere Engagement zum Schutz der Würde von Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

2007

Daniela Grabovac:Gründerin und Leiterin von „Helping Hands“, Rechtsberatung und juristische Hilfe für von Diskriminierung und Rassismus betroffenen Menschen, vor allem Migrant:innen.

Agnes Truger: Welthaus Graz, für die nachhaltige Unterstützung und umfangreiche  Hilfe zur Verbessrung der Lebensbedingungen der Roma Minderheit in der Slowakei

Ehrenpräsident KR Konsul David Kurt Brühl:für seine Engagement als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde und sein geschichtsbewusstes und zugleich sensibles Wirken im Dialog mit der Stadt Graz und den in der Stadt anwesenden Weltreligionen.