Gerade jetzt, wo man den Strompreisen mit Entsetzen dabei zusieht, wie sie immer weiter steigen, sind die verschiedensten Energiequellen ein sehr präsentes Thema. Auch, was den Klimaschutz angeht, spielen Energiequellen eine große Rolle, immerhin ist nicht jede davon gleich schädlich beziehungsweise förderlich, was die Umwelt und den Klimawandel angeht. Es ist allerdings gar nicht so einfach, sich bei all den Begrifflichkeiten auszukennen, die dabei oft genannt und auch häufig fälschlicherweise synonym verwendet werden. Dazu gehören auch erneuerbare Energien und CO2-neutrale Energien, die sich zwar überschneiden können, jedoch nicht müssen.

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Erneuerbare Energien werden vermutlich den meisten bereits seit längerer Zeit ein Begriff sein, immerhin sind diese schon seit einer ganzen Weile in aller Munde. Erneuerbare Energien sind, wie es ihr Name schon so schön verrät, erneuerbar – das heißt also, dass sie aus Quellen gewonnen werden, die auf natürliche Weise neue Energie nachliefern und daher auch nie auslaufen. Quellen von erneuerbarer Energie sind beispielsweise Sonnenlicht, Wind, Wasser und Erdwärme. All diese Quellen kann man sich etwa in Form von Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft und Geothermalenergie zunutze machen. So weit, so gut – bisher dürften diese Informationen keine große Überraschung für irgendjemanden dargestellt haben. Nun kommen wir jedoch zum interessanten Part: Was genau sind CO2-neutrale Energien und was haben sie mit erneuerbaren Energien zu tun?

Häufig werden erneuerbare Energien fälschlicherweise auch als CO2-neutrale Energien bezeichnet, obwohl dies nicht immer korrekt ist. CO2-neutrale Energie bedeutet so viel wie dass die Quellen, aus denen die Energie gewonnen wird, keine Kohlenstoffemissionen verursachen. Dass das allerdings nicht unbedingt heißt, dass Energien dieser Art auch automatisch umweltfreundlich sind, erkennt man sehr schnell, wenn man sich vor Augen führt, dass beispielsweise auch Atomkraft CO2-neutral ist, die jedoch Berge an radioaktiven Abfällen verursacht. Gleichzeitig sind auch nicht alle erneuerbaren Energien notwendigerweise CO2-neutral, da beispielsweise die Manufaktur und die Einrichtung von diesen nicht ganz ohne Kohlenstoffemissionen abläuft.

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Um CO2-Neutralität zu erreichen, gibt es demnach also zwei Wege: Entweder man wählt eine Energiequelle, die von sich aus schon CO2-neutral ist, oder man betreibt Emissionsausgleich (auch Kohlenstoffausgleich, CO2- oder Klimakompensation genannt). Bei letzterer Variante ist das Prinzip folgendes: Emissionen, die an einer Stelle ausgestoßen werden, werden an einer anderen Stelle ausgeglichen. In der Praxis sieht dies so aus, dass diejenige Emissionsmenge, die eine bestimmte Energiequelle verursacht, in Klimaschutzprojekten kompensiert, also ausgeglichen wird. Hierbei ist relevant, dass die betroffenen Klimaschutzprojekte ohne den Kompensationsmechanismus nicht existieren würde, sie also eine zusätzliche Maßnahme sind. Beispiele für solche Projekte sind Energieprojekte, Projekte zur Reduzierung oder Einbindung von CO2 und Projekte zur Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung.

Leider läuft jedoch beim Emissionsausgleich einiges nicht so, wie es sein sollte – was genau das bedeutet, wollen wir uns im nächsten Beitrag ansehen.

Quellen:
https://www.mcecleanenergy.org/mce-news/whats-the-difference-between-carbon-free-renewable-energy/

https://www.simplyenergy.com.au/blog/what-is-carbon-neutral-and-how-does-it-affect-my-energy-use
https://www.umweltbundesamt.de/themen/freiwillige-co2-kompensation
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/ratgeber_freiwillige_co2_kompensation_final_internet.pdf
https://earth.stanford.edu/news/when-100-renewable-energy-doesnt-mean-zero-carbon
https://www.youtube.com/watch?v=6p8zAbFKpW0

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Von: Miriam

1. Dezember 2022

Bild: Foto von Karsten Würth auf Unsplash

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