Die Zeit des Jahreswechsels ist für mich meist eine Zeit des Reflektierens, eine Rückschau auf das, was war. Diesen Impuls möchte ich aufgreifen und versuchen die Zeit der Jahreswende konstruktiv für unsere Wohnsituation und Nachbarschaft zu ergreifen.

Rückschau

Oder: „ernten“ was ich mir mitnehmen möchte und loslassen was ich nicht mehr brauche.
Es geht mir häufig so, dass sich in der Rückschau zuerst Erinnerungen und Dinge zeigen, mit denen ich nicht zufrieden war oder was auf den ersten Blick schiefgegangen ist. Es braucht dann einen bewussten Entscheid, um mir auch die guten Erfahrungen des vergangenen Jahres bewusst zu machen.
Hier ein paar Fragen zur Anregung:

Was ist gelungen oder hat sich erfüllt? Was würden Sie in Zukunft anders machen?
Auf die Wohnsituation bezogen, kann man überlegen, welche besonderen Ereignisse das „Wohnjahr“ geprägt haben? Welche Veränderungen gab es in der Wohnung oder im Wohnhaus und was hat sich dadurch für Sie verändert? Was möchten Sie ins neue Jahr mitnehmen? Wo gibt es Spannungen oder Streit und wie könnten diese bereinigt werden? Was war schwierig?

Dankbarkeit

Wir denken, Menschen seien dankbar, weil sie glücklich sind. Aber stimmt das denn auch? Wenn wir genauer hinsehen, werden wir feststellen, dass Menschen glücklich sind, weil sie dankbar sind.
David Steindl-Rast

Die Dankbarkeit hat es nicht leicht: es geht uns oft unbeschwert über die Lippen, was wir uns wünschen oder was anders sein sollte im Leben, in der Welt. Aber wofür sind wir eigentlich dankbar? Die Freude über etwas, das bereits in unserem Leben ist oder war, etwas das gelungen ist, kann uns einen soliden Boden bereiten um das neue Jahr zu begehen. Daher lade ich ein, auch folgende Fragen als Anregung in die Rückschau miteinzubeziehen:

Wenn Sie die Wohnsituation mit einem dankbaren Blick betrachten – was sehen Sie da?
Für welche Begegnungen oder Erfahrungen in Ihrem Wohnumfeld sind Sie dankbar?
Welche Räume in der Wohnung oder Orte im Wohnumfeld schätzen Sie besonders?
Was haben Sie vielleicht sogar durch eine schwierige Situation gelernt wofür Sie jetzt dankbar sind?

Blick nach vorne

Nun liegt ein neues Jahr vor uns. Wir können nun entweder im Kalender einfach eine Seite umblättern, oder wir überlegen, wie wir dieses Jahr befüllen wollen. Natürlich – vieles in der Welt liegt nicht in unserer Hand. Und zugleich verfügen wir über viel mehr Gestaltungsfreiheit als wir oft meinen. Wenn wir zum Beispiel darauf achten, was uns wirklich wichtig ist, dann können wir auch überlegen, was wir dazu beitragen können, damit sich das verwirklicht.

Was bedeutet Neubeginn für Ihre Nachbarschaft?
Ziehen Sie in eine neue Wohnung, oder sind Sie gerade neu eingezogen?
Oder wohnen Sie schon lange am selben Ort und merken, Sie brauchen frischen Wind im Bestehenden?
Was ist Ihnen wichtig, in Bezug auf Ihre Nachbarschaft? Was möchten Sie weiterhin pflegen, was verändern?

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen vom NABAS-Team einen gelingenden Start ins neue Jahr!

Ein Kommentar

  1. Helga Wachter-Dorfmeister 1. Februar 2024 at 16:06 - Reply

    Liebe Katharina, sehr schöne Gedanken, die Sie da formulieren….leider bin ich nicht ganz so optimistisch. Nicht zuletzt auch weil unser Plan ein Nachbarschaftszentrum im schönen Bezirk Mariatrost in weite (finanzielle) Ferne rückt. Nach Auskunft aller bis dato angefragte Stellen gibt es für eine Initiative in unserem Bezirk keine Unterstützung. Ich hoffe, das ändert sich noch….Liebe Grüße – das MA8044 Team

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Von: Katharina

3. Januar 2024

Bild: Jahresringe_AdobeStock, Image by Freepik

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