Einsatz für den Frieden

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Ärzte ohne Grenzen
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In über 70 Ländern sind etwa 67 000 Mitarbeiter:innen tätig – und die braucht es auch. Ärzte ohne Grenzen sind jeden Tag überall auf der Welt im Einsatz, um Menschen zu helfen. Konflikte, Epidemien und Naturkatastrophen interessiert es immerhin nur wenig, wie belastbar das Gesundheitssystem vor Ort ist, bevor sie ausbrechen. Ganz genau hier, wo die bestehenden Systeme nicht mehr ausreichen, kommen Ärzte ohne Grenzen ins Spiel.
Ärzte ohne Grenzen helfen überall dort, wo Menschen in Not sind. Das heißt also, ihre Einsatzgebiete sind zahlreich genauso wie verschieden: Naturkatastrophen, Epidemien und Krankheiten, Ernährungskrisen, Krieg und Flucht, Frauengesundheit, Zugang zu Medikamenten, Wasserkrisen, Konflikte – die Liste könnte man ewig weiter fortführen. Will man es zusammenfassen, so könnte man sagen, auf ihre Hilfe kann man dann zählen, wenn nationale Gesundheitssysteme ihre Grenzen bereits erreicht haben.

Foto von Jonathan Ford auf Unsplash
Gegründet wurde Ärzte ohne Grenzen im Jahr 1971 von einer Gruppe aus Journalisten und Ärzten, daher auch der französische Originalname „Médecins sans Frontières“. Ziel war es, eine Organisation zu schaffen, die Menschen in Not hilft und auch über das berichtet, was sie sieht und erlebt. Ärzte ohne Grenzen ist eine neutrale, unabhängige und unparteiische Organisation, zu deren zentralen Werten gehört, keine bedürftige Person zu diskriminieren, ganz gleich, was deren ethnische Herkunft, Religion oder politische Überzeugung sein mag. Dabei ist Ärzte ohne Grenzen zu 100% aus privaten Spenden finanziert und gibt auf der Organisationswebsite sowie im Jahre an, wofür das Geld jeweils verwendet wurde.
Im Jahr 2024 war Ärzte ohne Grenzen beispielsweise in der DR Kongo, in Gaza, im Sudan, in Libanon und der Ukraine aufgrund der dortigen Kriege und Konflikte im Einsatz. Sie behandelten dort Kranke und Verletzte, führten Operationen durch, begleiteten Geburten, verteilten Hilfsgüter und leisteten psychosoziale Unterstützung. Trotz Angriffen auf Kliniken in Gaza setzten sie ihre Arbeit dort fort und forderten einen Waffenstillstand, um Leben zu schützen.

Foto von Mathurin NAPOLY / matnapo auf Unsplash
Bezüglich Naturkatastrophen war Ärzte ohne Grenzen in Mali, Nigeria, Südsudan und im Tschad aufgrund von Überschwemmungen tätig. Auch ein Wirbelsturm in Mosambik hat die Unterstützung von Ärzte ohne Grenzen gefordert. Hier wurde Nothilfe mit mobilen Kliniken, medizinischer Versorgung, Trinkwasser, Unterkünften und psychologischer Unterstützung geleistet, sowie auch beim Wiederaufbau beschädigter Gesundheitseinrichtungen geholfen.
Ärzte ohne Grenzen unterstützte 2024 auch bei diversen Epidemien mit gezielten Hilfsprogrammen und großen Impfkampagnen. Im Südsudan etwa ist Malaria ein zentrales Gesundheitsproblem, besonders während der Regenzeit und bei Überschwemmungen. In Krankenhäusern wie in Aweil behandelten die Teams hunderte schwer erkrankte Kinder pro Woche, erweiterten die Bettenkapazitäten, richteten zusätzliche Test- und Behandlungszentren ein und unterstützten Impfungen mit dem neuen R21-Malariaimpfstoff und vorbeugenden Medikamenten.
Schließlich halfen Ärzte ohne Grenzen auch bei mangelnder medizinischer Versorgung im Sudan, im Jemen, in der DR Kongo und der Zentralafrikanischen Republik. Dort wurden Gesundheitszentren und Krankenhäuser betrieben, Kranke und Verletzte behandelt, mangelernährte Kinder in speziellen Ernährungsprogrammen versorgt, abgelegene Regionen mit mobilen Teams besucht und lokales Gesundheitspersonal geschult.

Foto von Mohammed Ibrahim auf Unsplash
Die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen trägt wesentlich zum Frieden bei, auch wenn sie keine politische Organisation sind. Ihre Hilfe stabilisiert Gemeinschaften, verhindert das Eskalieren von Krankheiten und humanitären Notlagen und schützt ohne Diskriminierung besonders verletzliche Gruppen. Gleichzeitig machen sie öffentlich auf Gewalt, Missstände und humanitäre Katastrophen aufmerksam. Dies ist ein wichtiger Schritt, um langfristig Ursachen und Verstärker von Konflikten zu erkennen und Voraussetzungen für Frieden und Menschlichkeit zu schaffen.
Quellen:
https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/
Wichtig, dass diese Organisation immer wieder gewürdigt wird! Du hast sehr richtig geschrieben, sie betreibt indirekt, aber sinnvoll Friedenspolitik!