Letztes Mal haben wir uns bereits schon einige Herausforderungen angesehen, mit denen sich Obdachlose tagein, tagaus herumschlagen müssen. So sind etwa Witterungsbedingungen, schlechte Gesundheit, mangelhafte Ernährung und nicht ausreichende Hygiene Faktoren, die das Leben ohne ein Dach über dem Kopf zur Hölle machen können.

Suchterkrankungen stellen ein weiteres großes Problem dar, mit dem viele Obdachlose zu kämpfen haben. Während einige von ihnen bereits aufgrund von Alkoholismus oder dem Missbrauch einer anderen Straße ihr Heim verloren haben, entwickeln andere ihre Sucht erst nachdem sie in der Obdachlosigkeit gelandet sind. Dies trägt nicht nur zum körperlichen sowie auch psychischen Verfall der Betroffenen bei, sondern treibt sie auch immer weiter in den finanziellen Ruin.

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Mangelndes Geld ist generell ein riesiger Grund von Sorge und Leiden im Alltag von obdachlosen Personen. Wird dieses immer knapper, beispielsweise durch die Unsummen, die eine Suchterkrankung verschlingt, sehen die Betroffenen sich oft dazu gezwungen, Wege zu gehen, die sie davor möglicherweise nie hätten eingeschlagen. Während manche sich dazu entschließen, sich in die Prostitution zu begeben, entscheiden sich andere etwa zum Raub und zu Einbrüchen, um sich das fehlende Geld zu beschaffen. Etwaige Haftstrafen, die Betroffenen absitzen müssen, gehen nicht auf das eigentliche Problem ein: Die Tatsache, dass es den Personen einfach an Möglichkeiten fehlt, auf legalem Weg die notwendigen finanziellen Mittel zu erwerben, die sie zum Überleben brauchen. Überfälle, Raub und Diebstahl sind jedoch auch unter Obdachlosen keine Seltenheit, auch wenn die Betroffenen ohnehin schon kaum noch etwas an Eigentum besitzen.

Als wäre das alltägliche Leben von Obdachlosen nicht schon schwer genug, machen es sich einige Menschen zur Mission, dieses noch weiter zu verschlimmern. Gewaltsame Übergriffe sind leider keine Seltenheit, immer wieder hört man von Obdachlosen, die teils sogar lebensgefährliche Verletzungen durch Personen erleiden mussten, die ein einfaches Opfer zum Verprügeln suchten, von dem sie nicht allzu viele Konsequenzen zu erwarten haben. Auch Vergewaltigungen gehören zum Inventar der unterschiedlichen Gewaltformen, mit denen es obdachlose Personen viel zu oft zu tun bekommen. Wie auch bei Schlägereien sind auch hier Obdachlose beliebte Opfer, da sie aufgrund ihres ermüdenden Alltags oft nicht bei vollen Kräften sind und auch eher selten den rechtlichen Weg einschlagen.

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Nicht allzu überraschend kommt es also schließlich, dass Obdachlose aufgrund alldem sowie auch den Hintergründen ihrer Lebenssituation sehr mit ihrer Psyche zu kämpfen haben. Vereinsamung, Depression, Suchtkrankheit, starke Veränderungen des Charakters aufgrund des harten Alltags – die Betroffenen haben selten Ruhe vor all den Anforderungen und Schwierigkeiten, die das Leben in Obdachlosigkeit mit sich bringt. Die passende Betreuung und Hilfe zur Aufarbeitung, wie etwa durch regelmäßige Therapie, erhalten sie dabei jedoch nur ausgesprochen selten.

Quellen:
https://aktion-bruecke.de/folgen-der-obdachlosigkeit/
https://praxistipps.chip.de/obdachlosigkeit-ursachen-und-folgen_119551

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