Im Kampf gegen die Obdachlosigkeit gibt es drei besonders wichtige Punkte, auf die es sich zu konzentrieren gilt: Prävention, Krisenhilfe und das Bereitstellen von Unterkünften sowie von Unterstützung. Letztes Mal haben wir uns bereits angesehen, welche drei Arten der Prävention – Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention – es gibt. Allerdings lässt sich nicht ausnahmslos verhindern, dass jemand auf der Straße landet, ganz zu schweigen von den unzähligen Leuten, die bereits in Obdachlosigkeit leben. Daher sind auch die Krisenhilfe und das Verhelfen zu Unterkünften, Behausungen und Unterstützung von großer Bedeutung.

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Krisenhilfe ist derzeit derjenige Bereich, auf den sich beim Kampf gegen Obdachlosigkeit besonders konzentriert wird. Hierbei wird – wie der Name eigentlich schon verrät – Obdachlosen dabei geholfen, Krisensituationen in ihrem Alltag auf der Straße zu überwinden, etwa durch das Bereitstellen von Schlafsäcken, das Verteilen von Decken oder die Ausgabe von Essen. Hierzu zählen in der Steiermark etwa das Kältetelefon und die diversen Notschlafstellen der Caritas. Die Idee hinter solcher Krisenhilfe ist eigentlich die einer vorübergehenden Stütze auf dem Weg zurück in eine stabilere Lebenssituation. Zweifellos ist die Krisenhilfe für viele Betroffene überlebensnotwendig und unterstützt zahlreiche Leute dabei, besonders schwierige Situationen zu überwinden. Gleichzeitig ist es jedoch auch so, dass die Krisenhilfe häufig zu einer Langzeitlösung wird, während die Leute, die sie in Anspruch nehmen, weiterhin ohne Dach über dem Kopf verbleiben. Optimalerweise sollte die Krisenhilfe nicht der Hauptfokus im Bekämpfen der Obdachlosigkeit sein, sondern neben der Prävention und dem Verhelfen zu Unterkünften, Behausungen und Unterstützung eine vergleichsweise geringere Rolle spielen.

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Auf lange Zeit betrachtet sind sowohl Prävention, mit der wir uns im letzten Beitrag beschäftigt haben, als auch das Verhelfen zu Unterkünften, Behausungen und Unterstützung, mit dem wir uns nun befassen wollen, weniger kostenintensive Maßnahmen, um mit dem Problem der Obdachlosigkeit umzugehen. Was in der Theorie sehr einfach klingt, ist auch in der Praxis nicht allzu viel komplexer – Obdachlosen werden unterstützende, vorübergehende oder permanente Unterkünfte angeboten, die sie von der Straße herunter- und aus Notunterkünften herausholen. Dies ist ein wichtiger Schritt, der es den Betroffenen ermöglicht, sich um andere Dinge zu kümmern, die ihr Leben wieder weitestgehend stabilisieren, wie etwa um das Finden eines Jobs oder das Beginnen einer Entzugstherapie.

Quellen:
https://www.homelesshub.ca/solutions/prevention
https://www.caritas-steiermark.at/hilfe-angebote/wohnen-unterkuenfte/kaeltetelefon-graz
https://www.caritas-steiermark.at/hilfe-angebote/wohnen-unterkuenfte/notschlafstellen

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