Schutz privater Daten im Internet

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Foto: Mike Kononov auf Unsplash
Der Handel mit Gesundheitsdaten und Finanzinformation
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Datenbroker verdienen ihr Geld damit, dass sie persönliche Informationen von Menschen sammeln, gruppieren und anschließend weiterverkaufen. Letztes Mal haben wir uns bereits zwei möglichen Arten von Datenbrokern zugewandt, nämlich den Marketing- und Werbebrokern und den Personensuche-Brokern, die vor allem auf relevante Daten zu Präferenzen und zum Kaufverhalten sowie gebündelte Daten von Einzelpersonen spezialisiert sind. Selbstverständlich gibt es noch einige weitere Aspekte des Lebens, zu denen Datenbroker Informationen anhäufen können, weswegen wir dieses Mal noch ein paar weitere Arten von Datenbrokern unter die Lupe nehmen wollen.

Photo von Hush Naidoo Jade Photography auf Unsplash
Eine weitere Art von Datenbrokern sind die sogenannten Gesundheitsdaten-Broker. Wie man vielleicht vom Namen her schon vermuten mag, ist das Ziel dieser Datenbroker, Informationen zur Gesundheit und zu vermuteten Krankheiten einzelner Personen zu sammeln. Um an diese zu gelangen, haben sie vielerlei Möglichkeiten: Sie können beispielsweise anhand von verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten, die eine Person kauft, sowie auch anhand ihrer Suchanfragen im Internet zu bestimmten Symptomen Annahmen darüber machen, wie es um den Gesundheitszustand von dieser steht. Auch verschiedene Fitness-Apps und Apps, mit denen man seinen Gesundheitszustand tracken kann, können Gesundheitsdaten-Brokern Informationen liefern. Darüber hinaus ist es ihnen auch möglich, aufgrund von Daten zum Standort von Personen und der Häufigkeit ihrer Besuche beim Arzt, im Krankenhaus oder im Fitnessstudio Schlüsse zu ziehen, wie es um ihre Fitness steht. All diese Daten verkaufen Gesundheitsdaten-Broker anschließend etwa an Krankenkassen, die ablehnen können, eine Person zu versichern oder aufgrund der ihnen verfügbaren Informationen beschließen können, die Tarife zu erhöhen. Zudem können die Daten auch von Unternehmen verwendet werden, die auf deren Basis Einzelpersonen verschiedene Gesundheitsprodukte empfehlen, die mehr oder minder wirksam sein können.

Foto von Jan Antonin Kolar auf Unsplash
Die vierte Art von Datenbrokern, der wir uns schließlich noch zuwenden wollen, sind Finanzinformations-Broker. Diese interessieren sich vor allem dafür, wie eine Person mit ihrem Geld umgeht, was sie etwa aus der Heimadresse und dem Wert des Eigentums, dem erwarteten Gehalt und bereits bestehenden Krediten erschließen. Besonders persönliche Informationen über die Kreditwürdigkeit und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person mit der Zahlung eines Kredits in Verzug kommt, sind für Finanzinformations-Broker ebenfalls von sehr hohem Interesse.. Diese Sparte der Datenbroker ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits tragen sie zwar einen guten Teil dazu bei, dass betrügerische Aktivitäten verhindert werden können, indem sie beispielsweise die wahre Identität eines Antragstellers überprüfen und diese an legitime Institutionen wie Kreditkartenanbieter und Banken vermitteln. Andererseits kann das Weiterleiten dieser Informationen an Finanzdienstleistungsanbieter:innen auch sehr problematisch sein, wenn diese in die falschen Hände gelangen. Manche solcher Anbieter:innen visieren beispielsweise absichtlich solche Personen an, die Probleme mit Schulden haben aber durchaus in der Lage sind, diese zu begleichen. Diesen schicken dann etwa Kleinkreditsanbieter:innen oder Kredithaie besonders gerne Anzeigen oder kontaktieren sie, um ihre Probleme im Umgang mit Geld auszunutzen. Zudem kann aber auch das Weitergeben von Finanzinformationen an legitime Institutionen Schwierigkeiten für Einzelpersonen bedeuten, etwa im Sinne von höheren Zinssätzen von Versicherungsgesellschaften oder Kreditablehnung.
Quellen:
https://www.avg.com/de/signal/data-brokers
https://us.norton.com/internetsecurity-privacy-how-data-brokers-find-and-sell-your-personal-info.html
https://www.makeuseof.com/types-of-data-brokers/
https://www.youtube.com/watch?v=wqn3gR1WTcA
https://privacybee.com/blog/what-are-data-brokers/
Von: Miriam
9. September 2022
Bild: Mike Kononov auf Unsplash
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